04. Dezember 2010
Moni besucht Jutta in Bremen
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"Du, Paulchen, haste gehört, die Moni kommt uns besuchen!" |
Und so fing alles an: Mooooni kommt! ![]() |
"Klaaaar! Ich kuck doch schon die ganze Zeit, wo sie bleibt!" |
Moni erzählte voller Begeisterung von dem Tag
Also, Schuld war eigentlich Paulchens Floh, der Jutta veranlasst hatte, sich bei
mir per E-Mail Rat wegen Program und Capstar (Medikamente zur Flohabwehr) zu
holen. Da ich an dem Abend ganz schlecht vorm Laptop sitzen konnte, habe ich
Jutta angerufen. Wir haben über Program usw. gesprochen und irgendwie kamen wir
auch auf das Thema Weihnachtsmarkt in Bremen. Jutta hat mir so den Mund wässerig
gemacht, dass ich eigentlich so aus Spaß gesagt hatte, mach nur so weiter, dann
setze ich mich in den Zug und komme nach Bremen! Jutta fand, dass das eine
grandiose Idee wäre, die wir ja auch noch mit einem gepflegten späten Frühstück
und einer Runde Katzenquatsch verbinden könnten.
Also
hab ich mich am 4. Dezember morgens um 9.09 Uhr in den Zug gesetzt. Die Tasche
mit den Bestechungsleckerlie und zwei absolut toll stinkenden Baldrianmäusen
fest zwischen den Füßen. Eigentlich wollte ich ja ab Osnabrück mit dem IC
weiterfahren, aber etwa 5 Minuten vor Osnabrück Hauptbahnhof war totaler
Stromausfall auf der Strecke. Als ich dann endlich in Osnabrück war, konnte ich
vom IC nur noch die Rücklichter sehen und
musste mit der 20 Minuten später abfahrenden Regionalbahn nach Bremen tuckern.
Einen Vorteil hatte das Ganze, die 1. Klasse war freigegeben, so dass ich
wenigstens bequem sitzen konnte.
Die arme Jutta musste also eine ganze Weile auf mich
warten, strahlte aber über alle Backen, als ich endlich da war. Wir waren uns
von Anfang an total sympathisch. Katzenmamas eben, die funken ja meistens auf
der gleichen Wellenlänge, und so hatten wir natürlich beim späten Frühstück
schon ganz viel Gesprächsstoff.
Paulchen und Maxi fanden mich offensichtlich auch ganz akzeptabel. Auf jeden
Fall waren die Baldrianmäuse der totale Hit und die Zwei hatten nach einer
Stunde schon so einen ganz komischen Blick. Paulchen könnte wirklich ein Bruder
von meinem Merlin sein. Der schwarze Strich auf dem Rücken ist bei Merlin ein
bisschen anders und Pauli hat etwas größere Ohren mit Pinselchen dran, einfach
zum Anbeißen der kleine Schleimer. Maxi ist wesentlich zarter, als sie auf den
Bildern im Forum aussieht. Wenn ich meine Maya
daneben stellen würde, kriegte Maxi bestimmt
Komplexe und das nicht nur wegen dem Gewicht.
Juttas bessere Hälfte, ihr Mann Charly, ist auch ein
ganz Lieber. Er hatte so schön den Tisch gedeckt, Brötchen geholt und extra für
mich Kaffee gekocht, so dass Jutta und ich am frühen Nachmittag gut gestärkt mit
der Straßenbahn in Richtung Innenstadt fahren konnten.
Der Weihnachtsmarkt in Bremen ist wirklich
toll. Sooo viele Stände und Häuschen mit Kunstgewerbe und leckeren Sachen. Schon
allein der Duft war einfach umwerfend, natürlich haben wir uns noch
Kartoffelpuffer gegönnt! Die Böttcherstraße habe ich auch gesehen mit der
Zuckerbäckerei und dem Glasbläser. Die Gebäude wirken ja tatsächlich so, als
wären sie aus dem 18. Jahrhundert, dabei wurde der ganze Komplex ja, bis auf das
eigentliche Böttcherhaus, Ende der zwanziger Anfang der dreißiger Jahre gebaut.
Schon toll, was dieser Architekt da geschaffen hat. Danach sind wir natürlich
noch zur Schlachte marschiert, denn dort war der mittelalterliche
Kunsthandwerkermarkt.
Als wir dann wieder in Richtung Innenstadt gingen,
fing es leider an so ein bisschen zu schneeregnen und da auf dem Weihnachtsmarkt
jetzt doch ein ziemliches Gedränge herrschte, sind wir wieder nach Hause
gefahren und haben da noch ein bisschen weiter gequatscht. Die Zeit verging wie
im Flug und Jutta hat mich dann um 19.30 Uhr wieder zum Bahnhof gebracht. Meine
Fahrt nach Hause verlief problemlos und um 22.00 Uhr war ich dann wieder daheim,
rechtschaffend müde und voll von schönen Eindrücken.
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Und Jutta erzählte den Tag aus ihrer Sicht
Moni kam bei strahlendem Sonnenschein
in Bremen an und brachte ebensolche Laune mit. Nachdem ich sie vom Bahnhof
abgeholt hatte, haben wir uns erstmal mit einem reichlichen, von meinem Mann
hergerichteten,
"Spätstück"
gestärkt. Dann wurde erzählt und erzählt und erzählt, wobei natürlich unsere
pelzigen Lieblinge eindeutig im Mittelpunkt standen.
Paulchen schloss natürlich sofort Freundschaft
mit Moni - genauer gesagt, er schmiss sich an sie ran, beschmuste und
beschnurrte Moni, kaum dass sie einen Fuß ins Wohnzimmer gesetzt hatte.
Natürlich wollte er ihr auch gleich dabei behilflich sein, ihre Tasche
auszupacken - hätte ja sein können, da ist was für ihn drin... Maxi war
natürlich ein bisschen distanzierter - so kennt man sie. Sie hielt Hof auf ihrem
Lieblingssessel und gewährte Moni dort eine Audienz. Im Laufe des Tages wurde
aber auch sie zugänglicher und interessierter - erst recht, als Monis
Mitbringsel zum Vorschein kamen - Leckerli und Baldrianstinkemäuse!!! Na, die
Moni weiß, wie man ein Katzenherz erobert.
Nachmittags haben wir uns dann warm eingepackt und den Bremer Weihnachtsmarkt
erstürmt. Klar, einige tausend andere Leute hatten die gleiche Idee wie wir, so
war es ein ziemliches Geschiebe und Gedränge.
Aber ich hoffe, Moni konnte trotzdem viele Eindrücke von unserem
schönen Weihnachtsmarkt und der Bremer Innenstadt mitnehmen. Natürlich habe ich
Moni auch mit dem Roland und den Bremer Stadtmusikanten bekannt gemacht!!! Nach
einem kleinen Imbiss - Kartoffelpuffer mit Apfelmus - setzte leider ein
unangenehmer Eisnieselregen ein, so dass wir uns auf dem Heimweg machten und uns
erstmal mit Kaffee und Tee wieder aufwärmten.
Nachdem wir noch ein Stündchen angeregt geplaudert hatten - als würden wir uns
schon ewig kennen - ging's dann wieder Richtung Bahnhof und Moni konnte trotz
Winterwetter und IC pünktlich die Heimreise antreten. Das war ein richtig
schöner Tag und ich freu mich schon auf eine Wiederholung!
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