3 mal Katzenglück
in einem Jahr
Mein Freund, die drei Katzen und ich wohnen und arbeiten in einem Haus.
Unten der Laden, hinten das Büro und oben die Wohnung. Wir haben das Haus samt
Hof und Scheune und Garten gemietet. Das Haus ist 250 Jahre alt und die
Fellnasen können überall auf Entdeckungstour gehen. Der Hof ist zu und da können
die Lieben auch nach Herzenslust rumrasen. Das optimale Katzenparadies. Meine
Papa meinte letztens: Die haben es besser wie Kinder!
Wenn ich mal ne Nervenkrise zwischendurch habe wegen Kunden, Kontostand, Stress
u.s.w. und mich oben für eine Weile ins Bett lege kommt immer eine von den
Katzen und legt sich zu mir und "wacht" bei mir. Das hilft so ungemein! Ohne die
Tatzenkinder hätte ich die Selbständigkeit schon geschmissen, obwohl das mein
größter Wunsch war. Aber manchmal ist der Druck so groß, können wir unsere
Rechnungen bezahlen oder machen wir pleite? Und dann kommt eine der Lieblinge
des Weges, springt auf meine Tastatur oder schnurrt um meine Beine. Das animiert
zum Weitermachen und Durchhalten.
Ich habe die Katzen seit Juni 2003 vorher war ich tierlos, aber ich glaube, es war zum richtigen Zeitpunkt, dass die 3 bei mir eingezogen sind. Bin jetzt 37 und schon viel gereist und habe viel erlebt. Die Katzen sind 24 Stunden um uns herum und auch im Laden und beglücken die Kunden oder liegen im Schaufenster und lassen sich bewundern. 50% unserer Kunden kommen wegen der Katzen in den Laden! Ich habe schon viele Tierschützer und Tierfreunde dadurch kennengelernt. Das macht echt Spaß, da sich bei mir alles um die Katz dreht.
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| Cleo | Momo | Leia |
Hier einige Statements aus dem Forum, in dem Claudia zu einem festen Bestandteil geworden ist. Sie hat immer einfühlsame Worte parat und hilft auch gerne mit Tipps, die sie in ihrem Zusammenleben mit den Katzen sammeln konnte.
>>Wenn ich mich noch mehr mit Tieren und Tierschutz befassen würde, dann könnte ich glaube ich kein Auge mehr zutun. Ich kann ja nicht mal in ein Tierheim mehr gehen. Ich müsste sie alle mitnehmen!<<
>>Ich wollte nur ins Tierheim gehen und eine Patenschaft übernehmen! Nun wohnt diese Patenschaft bei uns!<<
>>Mein Motto ist: Handeln zum Wohle der Haustiere, denn sie sind 100% von uns Menschen abhängig und können sich nicht wehren!<<
>>Ich finde es so schauderhaft, dass Menschen, die nicht mit sich selbst zufrieden sind das an wehrlosen Tieren auslassen. Ich bin bestimmt kein Engel und schimpfe und fluche auch sehr viel weil ich sehr überlastet und total urlaubsreif bin, Diese Selbständigkeit bringt mich noch um!! Aber nie und nimmer würde ich das an meinen 3 Katzis auslassen. Die trösten mich doch mit ihrer Existenz.<<
>>Tiere gehören zum Kreislauf der Natur. Der Tierhasser hasst auch die Natur?<<
>>Ich bin gerne Katzenmami und die 3 Mäuse sind meine Kinder! ich steh dazu! Oder schämen sich manche Menschen dafür, dass sie so extreme Gefühle für ein Tier empfinden und dies in der Öffentlichkeit nicht zugeben wollen weil es doch nur ein "Tier" ist? Für mich unverständlich.<<
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Und hier nun die Geschichten der drei Katzen Leia, Cleo und Momo
LEIA
Im März 2003 lernte ich meinen jetzigen Freund Farid kennen. Gleich zu
Anfang unserer Beziehung wünschte er sich eine Katze. KATZE? Was ist das?
Felltier mit 4 Beinen, frisst und döst. So kennt man sie!
Mein Freund schwärmte immerzu von einer Kartäuser
Katze. Was war das schon wieder?
Ich
kannte Kartäuserklöße, die sind lecker und schmecken gut!. Im Internet schaute
ich mir mal diese unbekannten Lebewesen mal näher an. „Mein Gott sind die
süüüüüüüüüüüß! Und schau mal diese Äuglein und die kleinen Füßchen und......und
... und... Farid, heute will ich so eine Kartäuserkatze. HEUTE!!“
Wir haben viele Züchter angerufen. Ohne Erfolg.
Ich hatte schon aufgegeben. Farid startete noch einen letzten Versuch bei einer
Züchterin in Bingen am Rhein. BINGO! Gewonnen! Wir rasten mit unserem kleinen
Auto und nach Bingen am Rhein. Um ca. 21.30 Uhr kamen wir dort an. Die Züchterin
hatte ein Haus voller Tiere. Wir hatten die Auswahl zwischen 2 Katzen. Ich
durfte wählen und entschied mich sofort für Leia. Schon auf der Rückfahrt war
sie nur auf mich fixiert. Das ist bis heute so geblieben. Dieser sanfte und
intelligente Wonneproppen hatte mein Herz im Sturm erobert! Wir teilten uns das
Schlafkissen
sofort
schwesterlich: Leia lag quer und ich durfte einen Zipfel benutzen.
Damals lebten wir noch in meiner 3-Zimmer-Dachwohnung und hatten beide so
tierliebe Chefs, so dass Leia max. 3 Stunden alleine war, da wir immer
abwechselnd nach Hause fuhren. Am Ende des heißen Sommers entschlossen wir, uns
selbständig zu machen und mieteten einen Laden mit Wohnung und riesigem Hof.
Leia machte der Umzug gar nichts aus, sie genoss das neue Territorium zu
erforschen: Der alte Gewölbekeller, der Laden, das Büro, die Wohnung, diverse
Abstellkammern und der Hof! Ein Katzenparadies!
CLEO
Trotzdem spürte ich, dass wir Leia nicht genügten und ihren tierischen
Ansprüchen nicht gerecht werden. Wir entschlossen uns für eine feline
Spielgefährtin. Wir fuhren ins Tierheim Mannheim. Da verliebte ich mich sofort
in eine blinde schwarze Katze namens Cleo. Doch Cleo kam ein paar Tage später
bei ihrer Pflegefamilie als Einzelkatze unter.
Ein paar Tage später fuhr ich ins Tierheim Heidelberg und da sah ich Josy! Ich
durfte in den Käfig und Josy kratzte
und
biss mich sofort. DAS war die richtige! Nach Kontrollbesuchen vom Tierheim und
den üblichen Formalitäten durfte ich Josy mit nach Hause nehmen. Ihr Name gefiel
uns von Anfang an nicht und so nannten wir sie kurzerhand Cleo (nach der blinden
Katze aus dem Tierheim Mannheim).
Leia war darüber nicht sehr entzückt, dass sie nun IHR Revier mit einem kleinen
schwarzen Frechdachs teilen sollte. Gleich in der ersten Nacht kam dieses kleine
schwarze Wesen zu mir ins Bett unter die Decke gekrabbelt und drückte sich
angstvoll an mich, da Leia nicht gerade zimperlich mit ihr umging.
Die nächsten 4 Wochen waren der blanke Horror! Hatte ich mich so getäuscht? Nur
Gefauche, Gespucke, Kämpfe ohne Ende! Ich musste mit Josy im Wohnzimmer schlafen
um sie vor Leia zu schützen. Doch nach einigen Machtkämpfen haben sich die
beiden dann doch im wahrsten Sinne des Wortes zusammengerauft und sind heute
beste Freundinnen. Gott sei gepriesen!
MOMO
Aber ich hatte immer noch keine Ruhe! Mein neue Leidenschaft Katzen hat mich
so sehr beflügelt, dass ich täglich in die Tierheimseiten im Internet schaute
und hier und da mal etwas spendete. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das
Gute liegt so nah? Es gab noch ein Tierheim in der Nähe, das ich noch nicht
kannte: Das Tierheim Viernheim.
Ich
fuhr montags hin um eine Patenschaft für eine Katze dort zu übernehmen. Sie
führten mich in den Käfig von Tiger. Eine 17-jährige Langhaar Katze, abgemagert,
struppig, das Fell großteils geschoren, nasse kranke Ohren, einfach ein Bild des
Erbarmens! Sie konnte sich kaum bewegen, da ihre Krallen so lang waren und sie
ständig am Stoff hängenblieb. Ich streichelte sie und saß längere Zeit bei ihr
im Käfig. Plötzlich fing sie an zu fressen! Oh Wunder, dachte ich, das Tier ist
nur vereinsamt!
Genau zu diesem Zeitpunkt empfahl mir eine Freundin Nordsternchens Katzenforum.
Ich bekam viele gute Tipps und Mitgefühl, denn ich spielte schon mit dem
Gedanken sie mit nach Hause zu nehmen.
Ich konnte den nächste Besuchstage kaum abwarten. Mittwochs und Freitags saß ich
wieder in ihrem Käfig und beschäftigte mich mit ihr. Es stank furchtbar in
diesem Katzenhaus. Länger als 1 Std. hielt ich es nicht aus. Am Samstag war ich
das letzte Mal dort und hatte ein furchtbar schlechtes Gewissen, die arme Katze
dort alleine zurück zu lassen. Doch ich hatte furchtbare Angst,
dass
die beiden Mäuschen sich mit einer Krankheit anstecken könnten. Nach einem
quälend langem Wochenende und einer schlaflosen Nacht fuhr ich Montags mit einem
Katzenkorb, den ich heimlich ins Auto schmuggelte ohne meinem Freund darüber zu
informieren, ins Tierheim und packte Tiger ein.
Mein Freund meinte grinsend: „ Das hab ich mir gleich gedacht, dass Du Tiger
irgendwann mitbringst!“ Danach fuhr ich mit ihr sofort zum Tierarzt mit dem
Ergebnis, dass Tiger völlig gesund sei. Das hatte ich nicht erwartet! Mir fiel
ein Stein vom Herzen! Tiger lebte die ersten 2 Wochen in einem separaten Zimmer
und ich päppelte sie mit allerlei Leckerbissen und Streicheleinheiten wieder
auf. Nach und nach gewöhnten sich auch meine beiden anderen Lieblinge an die
NEUE. Auch für Tiger fanden wir einen neuen Namen: MOMO. Momo geht es heute
wunderprächtig. Sie streift durch Haus und Hof und ihr Lieblingsplatz ist in der
Küche vor dem Kühlschrank!!
Wir hoffen, dass alle 3 Wonneproppen uns noch sehr lange begleiten!
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