Sissi und ihre 157 Katzen, oder doch ein paar mehr....

Sissi lebt in Österreich und von ihr kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, das sie eine sehr engagierte Frau ist, der das Wohl der Tiere sehr am Herzen liegt. Ihre ganze Kraft setzt sie für den Verein "Felix, Tierhilfe Gerasdorf" ein.

Hier einige Statements aus dem Forum, in dem Sissi ein gerngesehenes Mitglied ist. Diese Statements zeigen schon wie sehr ihr egal ist, was andere Menschen von ihr denken, Hauptsache sie kann etwas zum Wohl eines armen Tieres erreichen.

>>Ich habe mich mal mit dem Auto auf die Gegenfahrbahn quer gestellt, dass kein Wagen weiterfahren konnte, weil ein verletzter Vogel auf der Fahrbahn lag. Die Autofahrer waren außer sich vor Ärger. Ich barg den Vogel und ließ ihn ihm Auto. Rief eine Tierschützerin an, die sich hauptsächlich um verletzte oder junge (aus dem Nest gefallene) Vögel kümmert. Als ich wieder zum Auto kam, flog er schon in diesem herum. Er hatte bloß einen Schock. Als ich die Tür öffnete, flog er von dannen. Die Autofahrer hätten ihn sicherlich überfahren. Mir ist da egal, ob die schimpfen oder nicht. Da stehe ich zu "meinem Vogel" wie viele nicht so tierliebende Menschen behaupten.<<
 

Das ist die arme Flughafenkatze, die einen schlimmen Abszess  im Bauch hat und um deren Leben im Moment noch tagtäglich gebangt werden muss.
Susi ist die dreifärbige Katze. Sie ist zweimal aus dem 7.Stock runtergeflogen und hat dadurch verschobene Wirbel. sie wurde operiert und kann nicht gerade gehen . Aber sie kommt überall rauf, weil ihre Vorderpfoten sehr kräftig sind. Sie kann sich selber nicht putzen. Wenn ich merke, daß es sie juckt, komm ich mit dem Kamm und das genießt sie unendlich.
Halloween wurde so in Wien gefunden und es wird angenommen, daß er eine Mißgeburt ist. Diese behindert ihn aber nicht beim fressen und vor allen Dingen bei seinen schlimmen Streichen.


>>Weißt du, Tierliebe hatte ich schon als ganz kleines Kind in mir. Für mich brach eine kleine Welt zusammen, wenn ich irrtümlich einen Käfer zertreten habe. Als vierjährige saß ich stundenlang mit einer Banane in der Hand, weil ein kleiner schwarzer Käfer draufgesessen ist. Ich wollte diese nicht essen, weil ich nicht wusste wann der Käfer satt ist. Ich holte ertrinkende Bienen und alles was tierisch ist aus dem Wasser und hatte mit 5 meine erste Rauferei mit einem 7 Jährigen weil er einer Spinne die Beine ausgerissen hat.<<

>>Wir können zwar die Welt nicht retten, aber im Kleinen auch sehr viel Großes bewirken.<<

Sissi hat mir ein paar sehr schöne Geschichten geschickt, die sie so im Laufe ihres Zusammenlebens mit diversen Tieren erlebt hat. Es sind lustige, aber auch traurige Geschichten und Gedichte, genau so wie es eben im Zusammenleben mit Tieren lustige und traurige Begebenheiten gibt.


Wie Menschen so essen  |  Eine meiner wahren Begebenheiten aus meinem kleinen Tierheim  | 
Von Katzen und Schweinen  |  Brief vom Himmel zu Himmel auf Erden  |  Meine wunderbare Rettung



Wie Menschen so essen

Heute half ich Sissi beim Kochen. Und danach natürlich auch beim Essen. Versuchte das verlockende Knöderl zu erhaschen. Mit den Krallen gelang es mir auch dieses aus dem Teller zu befördern. Leider war da Soße dran. Diese musste ich von meiner Pfote wegbringen. Das gelang mir nur unter schütteln dieser. "Pfui, du Schweindl, schau wie wir nun aussehen", sagte Sissi entgeistert. Ihr ehemaliges helles Oberteil war nun mit rötlichen Punkten versehen. Was uns natürlich kalt ließ.

Charly erwischte eine Karotte. Er weiß wohl, dass er keine mag, aber probiert es immer wieder. Gundi hingegen liebt Karotten. Sie holte sich auch sogleich eine aus Sissis Teller. "Mit euch essen ist eine Plage" sagte Sissi und sah zu Franz der stehend seine Mahlzeit zu sich nahm und glaubte er könne somit in Ruhe essen. Er rechnete aber nicht mit unserer wendigen "Süßen", die immer und von überall her auf die Schulter springt. Von dieser spähte sie in seinen Teller, er konnte ihren Kulleraugen nicht widerstehen und gab ihr etwas ab, wodurch sein Hemd auch rötlich eingefärbt wurde, weil die Süße sich den Bissen auf seiner Schulter zurechtgelegt hat.

Müde vom Kampf ums gemeinsame Essen lagen wir alle faul herum und beachteten Franz nicht als er aufstand. Er versuchte ganz leise den Kühlschrank zu öffnen um sich einen Pudding zu nehmen. Menschen!!!!! Wissen denn die immer noch nicht, dass wir um etliches besser hören als sie? Ein paar Kumpels schlafen noch, aber die meisten waren schon um Franz herum und starrten auf den Pudding. Auch diesen versuchte er stehend zu essen. Hatte aber nicht mit Elvis gerechnet, der sich an seinem Hosenbein Richtung Pudding hochzog. Ihm folgte Zorro sogleich. Dieser nahm den anderen Fuß zur Hilfe. Etliche Kumpels samt meiner Wenigkeit saßen mit riesigen Augen herzzerreißend weinend vor seinen Füßen. Ratet mal - wer hat gewonnen? Natürlich wir!!!!
 
Aber eines muss ich schon sagen, ihr Menschen esst viel zu hastig und nehmt euch keine Zeit für ein gemütliches, gemeinsames Mahl. Setzt euch nicht gemütlich an einen Tisch, sondern schlingt das Essen hastig im Stehen. Das kann doch nicht gesund sein. Nehmt euch ein Beispiel an uns. Im Gegensatz zu euch Menschen genießen wir unser Essen und lassen uns dazu auch viel Zeit.

Sissi Kern

 

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Eine meiner wahren Begebenheiten aus meinem kleinen Tierheim
 
Schlimm war der Tag an dem Du Deine Frau und ich mein Frauerl verloren haben. Wie sehr vermisste ich ihre Streicheleinheiten. Ich spürte, wie sehr sie auch Dir fehlte. Eng aneinandergeschmiegt spendeten wir uns gegenseitig Trost. Bis in den Tod werden wir zusammenhalten.
 
Nach einiger Zeit kehrte auch wieder etwas Glück in unsere Herzen. Wir genossen unsere gemeinsamen Ausflüge und Zärtlichkeiten. Ich war wieder sehr glücklich. Bis zu dem Tage, an dem Du ein neues Frauerl nach Hause brachtest. Ich spürte ihre Abneigung gegen mich und ihr strittet oft meinetwegen.
Wieder ein Streit. Du nahmst die Leine und meine Freude war groß. Endlich machen wir beide wieder einen Ausflug.

Wir besuchten eine Frau mit vielen Tieren. Die Frau war sehr nett und lieb zu mir, aber mit meinen 16 Jahren war mir dort doch zu viel Betrieb. Wann gehen wir denn wieder? Endlich bist du dann aufgestanden und zur Tür gegangen. Ich folgte dir langsam, denn ich war ja schon blind und in diesem fremden Haus kannte ich mich ja nicht aus. Doch als ich zur Tür kam, warst du schon draußen. Du hast mich einfach vergessen. Ich schrie dir nach, heulte so laut ich nur konnte, aber Du hast mich nicht mehr gehört. Sissi wollte mich trösten. Aber schon wieder war da das Gefühl der Einsamkeit in mir. Bewusst hast du mich sicher nicht zurückgelassen, denn schon als ganz kleines Baby war ich bei Euch und wir hatten doch wunderschöne 16 Jahre hinter uns. Nein, du wirst mich sicher holen.

Tagelang wartete ich vor der Türe. Von Tag zu Tag verlor ich immer mehr den Lebensmut. Mein Körper wollte auch nicht mehr. Da hörte ich, wie Sissi Dir am Telefon von mir berichtete. Sie weinte dabei und manchmal wurde sie auch böse zu dir. Das tat weh, denn ich habe dich doch so lieb. Wiederum heulte  ich so laut ich nur konnte, aber es war nur mehr ein leises Jammern. Mir war so schlecht. Mein Atem roch nach Urin. Müde legte ich mich in eine Ecke und wollte nur mehr schlafen. So sehr sehnte ich mich nach meinem Frauerl. Ob sie mich auch vergessen hätte?

Auf einmal standest du vor mir. Bin ich schon im Himmel? Du hast geweint, mich hochgehoben. Ach Herrli, ich liebe dich. Mit letzter Kraft leckte ich deine Tränen. "Sie" war auch dabei, hat mich kaum beachtet. Ich weiß, dass ihr euch schon wieder meinetwegen gestritten habt. Als ihr wieder gegangen seid, habe ich dir nicht mehr nachgeheult. Ich wusste, es war unser Abschied. Dann hörte ich nur noch, wie du zur Sissi sagtest, dass du meine Leine und das Halsband als Andenken haben willst. Tu`s nicht, denn vielleicht wird Dir noch bewusst, wie sehr ich deinetwegen leiden musste und auch, dass du nicht mal in meiner letzten Stunde an meiner Seite warst.
 
Sissi war bei mir, obwohl sie eigentlich nicht in mein Hundeleben hätte gehören sollen. Die Tür ging auf, kurz hatte ich gehofft, dass du doch noch kommst und mich wie früher drückst und mir auf dem letzten Weg beistehst. Doch es war wieder nur eine fremde Person. Er gab mir eine Spritze und ich schlummerte langsam ein. Ich spürte nur mehr Frieden, denn ich ging mit dir in meinem Herzen. Ich war dir bis in den Tod treu. Das müsst ihr Menschen erst noch von uns Tieren lernen!

Diesen kleinen Pekinesen werde ich niemals vergessen. Diese Geschichte ging mir so unter die Haut. Konnte sie lange nicht verarbeiten.

Sissi Kern
 

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Von Katzen und Schweinen

Oft hört man von Menschen den Satz - "Das ist meine Katze". Ganz anders ist es bei uns. Sissi gehört uns und wir haben sie schon ganz gut erzogen. Manchmal bekommt sie halt eine Lektion wenn sie sich nicht nach unseren Wünschen verhält. So wie vor kurzem.....

Sissi war schon am Vortag hektisch, weil sie als Zeugin bei Gericht, wegen Streitigkeiten zweier Tierschutzvereine aussagen musste und dieses ihr ganz und gar gegen den Strich ging. Wir hörten sie nur sagen, dass sie wieder stundenlang weg sein würde und auch, dass sie das Ganze unsinnig findet, denn anstatt der vielen Gerichtskosten könnten die Mäuler der vielen hungrigen Tiere gestopft werden. Also da waren wir ganz ihrer Meinung.

Morgens stand sie schon ganz zeitig auf, was uns natürlich missfiel, denn viele von uns lagen noch gemütlich bei ihr im Bett und sie weckte uns rücksichtslos. Dann bekamen wir Futter zu einer ungewöhnlichen Zeit. Verschlafen machten wir ihr den Gefallen und leckten am Futter herum. Die Kistl`n wurden gemacht, weggeräumt etc. Schrecklich diese Hektik in der Früh. Nachdem Sissi gefrühstückt hatte, musste sie schlagartig aufbrechen, was uns allen noch mehr missfiel. Wir liefen noch in das Freigehege und starrten ihr nach. Wie sollen wir nun die vielen einsamen Stunden verbringen?

Eigentlich weiß ich gar nicht, wer damit angefangen hat, aber es war lustig. Sissi hat in der Hektik noch einen ganzen Sack Katzenstreu stehen gelassen. Wir haben diesen bearbeitet und langsam rieselte das Streu heraus. Das war ein tolles Spiel. Es hat gar nicht lange gedauert und der Sack war zur Gänze offen und die Streu war im ganzen Zimmer verteilt. Endlich ein "großes Kisterl". Eifrigst benützten wir dieses auch.

Inzwischen haben die Hunde den Müllsack ausgeräumt. Papier, Kaffeesud, Milchpackerl etc. lagen überall herum. Nur, dass sie auch einiges an Müll in unser großes, neues Kisterl gelegt haben, missfiel uns sehr. Ein Klirren. Ein Kumpel hat von der Kredenz ein Kaffeehäferl runtergeschmissen. Uiiii, das wird Ärger geben, denn es war ein Häferl von den "Schönen". Aber Sissi soll sich nichts draus machen, denn das Service war dank uns schon lange nicht mehr vollzählig. Auf das Eine kommts dann auch nicht mehr an. Nein, nun rieselt auch der Vollreis von oben auf uns herab. Wir wissen, dass Sissi ihn dort hin stellt, weil wir da eigentlich nicht ran können. Aber wir können alles, speziell dann, wenn uns langweilig ist. Müde vom ´Spielen sind wir dann auch ruhiger geworden und hungrig.

Endlich, Sissi kam heim. Wir sammelten uns im Freigehege um sie zu begrüßen. Sie schaute auch sehr müde und mitgenommen aus. Sie tat uns fast leid. Ich hörte wie Sissi zu Franz sagte, dass sie uns noch füttert und sich dann niederlegen möchte. Oh, je.... Sie öffnet die Türe und wir sahen in ein entsetztes Gesicht. "Ihr seid Schweine ", sagte sie wirklich böse. Sie muss wirklich müde sein, wenn sie nicht mal mehr Katzen von Schweinen unterscheiden kann.

Sie holte Schaufel und Besen und räumte unser "großes Kisterl" weg. Zwischen unseren Fäkalien fand sie dann auch noch die TV-Fernbedinung. Aber das waren wir sicher nicht, ganz ehrlich, das waren die Hunde. Sie musterte uns genau, aber wir alle hatten den unschuldigsten Blick aufgesetzt, den man nur haben kann. Wir erschwerten ihr auch das Saubermachen, weil wir schon Hunger hatten. Kann sie das nicht später machen? Sie war noch nicht ganz fertig mit dem Wegräumen des großen Kistl`s , als sich vor ihren Augen der Kater Amigo in diesem noch erleichtern musste. Er wolle ihr so doch nur zu verstehen geben, dass er das Kistl auch behalten will, aber sie verstand diesen Wink nicht.

Sissi Kern

 
 

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Brief vom Himmel zu Himmel auf Erden
 
Wir spüren deine Angst. Warum hast du angst? Suchend tasten wir uns an deine Zitzen. Wie herrlich geborgen fühlen wir uns dabei. Plötzlich ein Ruck. Die Hand die dich immer gefüttert hat, stieß dich aus dem Auto. Wir beide fallen neben dich auf den Boden. Du bist verstört, überträgst auch die Angst auf uns. Was machst Du? Wo läufst du hin? Mami, bitte bleib da. Wir können dir doch nicht folgen. Mama!!!!

Ein schrecklicher Lärm, Quietschen von Autoreifen. Du liegst auf der Straße. Mama, bitte steh auf. Bitte wach endlich auf. Warum rührst du dich nicht? Mama, wir brauchen dich doch. Uns ist so kalt. Hunger haben wir auch. Bitte komm zu uns. Unsere kleinen Füße bemühen sich zu dir zu gelangen. Wir kuscheln uns an dich. Wenigstens können wir unseren Hunger an deinen Zitzen stillen.

Wieder ein Quietschen. Zwei Frauen laufen zu uns her. Eine Frau nimmt mich hoch und auch meine Schwester. Die andere nimmt dich auf den Arm. Behutsam legen sie dich auf den Rücksitz. Die andere Frau wärmt uns einstweilen auf ihrem Schoß. Wir werden in ein Zimmer gebracht. Wir sind dort ganz alleine. Wieder bei einer anderen Frau. Diese füttert uns mit einem Fläschchen. Die Zitzen der ´Mami wären uns lieber. Übrigens, wo ist unsere Mami? Warum ist sie nicht bei uns? Die Frau bettet uns in  ein warmes "Nesterl. Wir spüren, dass in diesem Haus noch viele andere Katzen sind. Ist da unsere Mami dabei?

Einige Tage sind nun vergangen und wir versuchten erstmals selber zu fressen. Oh Mami, du wärst so stolz auf uns. Schade, dass du das nicht sehen kannst. Wir halten inne, hören vertraute Stimmen. Die beiden Frauen, die uns hergebracht haben, sind zu Besuch. Die Türe geht auf. Sissi legt etwas in Decken gehülltes behutsam auf den Boden. Sie öffnete die Decke leicht und..... Nein, das gibt`s doch nicht. Mami, Du ? Wir wollten sofort wieder zu deinen Zitzen, aber Sissi hielt uns zurück. Sie sagte, dass wir vorsichtig sein müssen, weil du eine schwere Operation hinter dir hast und es ein Wunder ist, dass du noch lebst. Du warst aber so glücklich uns wiederzusehen, dass du die Schmerzen vergessen hast und auf uns zugekommen bist und uns abgeschleckt hast. Vor lauter Freude kamst nicht mal dazu Angst zu haben in der neuen Umgebung. Du hast dich hier von Anfang an geborgen gefühlt. Und wir erst. Zum kuscheligen Plätzchen, dem herrlich gefüllten Futternapf bist nun auch du wieder zu uns zurück gekommen. Ein Dankeschön an das Schicksal und an die beiden Frauen, die uns gerettet haben und uns an diesen Ort der Liebe gebracht haben.

Ein Jahr durften wir zusammen glücklich leben, bis das Schicksal wieder zuschlug. Meine Schwester Angie wurde krank, sehr krank und verstarb. Kurz darauf erblindete ich aufgrund der selben Krankheit und starb ebenfalls nach einigen Wochen. Mami, wir beide sind nun deine Schutzengel und geben auf dich acht. Wir sehen, dass du dich gut entwickelt hast, bei bester Gesundheit bist, auch wenn du zahnlos geworden bist.

Mami - oder Lilly, wir denken viel an dich und hoffen, dass du noch lange bei der Sissi bleiben darfst. Vor allen Dingen wünschen wir dir einen Paten, dass du dieses Haus der Liebe niemals verlassen wirst müssen. Wir wissen, dass Sissi um dich und alle anderen Tiere kämpft und auch, dass sie es nur mit Tierfreunden schaffen kann. Zum Glück gibt es nicht nur solche Leute wie deine Vorbesitzer an die, wenn überhaupt, du nur mehr mit Schaudern denkst. Wenn du dich in der Nacht an die Sissi kuschelst und deine zahnlosen Liebesbisse in ihre Nase gibst, wissen wir, dass ihr es gemeinsam schaffen werdet. Mami-Sissi-Kumpels. Wir sind bei euch so wie wir wissen, dass wir in euren Herzen noch weiterleben.

Sissi Kern

 

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Meine wunderbare Rettung
 
Entsetzlich heiß, stickig und eng. Ich kann mich gar nicht richtig bewegen. Und Durst habe ich. Ganz schrecklichen Durst. Wo bin ich hier bloß? Alles um mich ist so komisch grün. Es schaukelt und schwankt auch so, als ob ich getragen würde. Bei Mami fühlte es sich auch manchmal so an. Mami? Mami, wo bist Du? Du hast mir doch sonst immer geholfen. Mami, komm hilf mir. Wo sind meine Geschwister? Hallo! Hallo, hörst Du mich denn nicht? Hört mich keiner? Ich will hier raus. Das Schaukeln soll endlich aufhören! Mir ist schon ganz schlecht. Mein Durst wird auch immer schlimmer. Hilfe! Hilfe, lasst mich hier raus. Biiiitte!!!!!
 
Endlich das Geschaukel hat aufgehört. Aber es ist immer noch so furchtbar heiß und stickig. Luft bekomme ich auch fast keine mehr. Ich will hier raus. Bitte lasst mich endlich raus. Ich kann kaum noch atmen. Mein Kopf tut so weh... Ich werde ganz müde.... Ich glaube, ich gehe jetzt schlafen. Gute Nacht Mami....wo bist Du nur???
 
"War ein netter Nachmittag, nicht wahr? "Ja, war ganz lustig. Wenn es nur nicht so eine Hitze hätte! Gut, dass wir gleich zu Hause sind". "Was hängt denn da an unserer Türschnalle? Sieht aus wie ein Merkur-Sackerl. Wahrscheinlich hat uns die Nachbarin wieder Essensreste für unsere Hunde gebracht".  "Aber warum ist das Sackerl so fest zugebunden? Schau lieber hinein". "Das gibts doch nicht. Da liegt ja eine kleine Katze drinnen!" "Was? Um Himmels Willen! Lebt sie denn noch?"
 
"Schnell ins Haus. Ruf den Tierarzt an, ob er herkommen kann. Wir können die Katze unmöglich auch noch im Auto transportieren bei dieser Gluthitze. Ich lege sie einstweilen ins Bett und kühle ihre Stirne. Armes kleines Kätzchen, wer bringt es zustande, einem Tier so schreckliches anzutun? Schau, sie bewegt sich! Sie lebt!"
 
Ja, liebe Freunde, ich habe es überlebt. Sissi und Franzi, den beiden Menschen die mich gefunden haben, verdanke ich mein Leben. Nachdem sie mich gefunden hatten, gaben sie mir schluckweise zu trinken und haben dafür gesorgt, dass ich nicht zu schnell abkühle. Nur auf mein heißes Köpfchen haben sie kühle, feuchte Taschentücher gelegt. Das tat wohl. Ich habe mich schnell erholt. Ich habe einfach gespürt, dass diese beiden Menschen nur mein Bestes wollen, und dafür habe ich sie bis zum heutigen Tag lieb. Ach ja, und wie ich zu meinem Namen kam? Nun, nachdem meine Lebensgeister wieder zurück gekehrt waren, sagte Franz zu Sissi: "Der Kleine hat wirklich großes Glück gehabt. Wir sollten ihn Felix nennen." "Felix? Felix der Glückliche? Ja, das gefiel mir. "Miau!" sagte ich zustimmend und Franz und Sissi lachten.
 
Für mich war die kleine Katzenwelt wieder in Ordnung. Nur manchmal denke ich noch immer zurück an meine Geschwister. Ob die auch so viel Glück hatten? Leben sie noch? Geht es ihnen gut? Und wie geht`s meiner Mami? Ach Mami, so gerne würde ich dir mein neues Daheim zeigen. Was du jetzt wohl machst? Kümmerst du dich gerade wieder liebevoll um neue kleine Geschwister von mir? Werden diese dann wieder lieblos von "deinen" Besitzern ausgesetzt? Arme Mami. Ich wünsche dir, dass auch du liebevolle Leute findest, die dir so was nicht mehr antun. Halte durch. Ich küsse dich innig, im Gedanken und wünsche dir so viel Glück, wie ich es erfahren durfte.

Sissi Kern
 
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