LITTLE ALCATRAZ – unser Katzengarten
 

Die Vorgeschichte:
Lange Zeit saßen wir alle friedlich auf dem Balkon und träumten unseren Traum vom Häuschen mit katzensicherem Garten… 
Also wir Menschen träumten, die Katzen, zumindest Ruby träumte wohl mehr vom freien Ausgang ohne Grenzen.

Und tatsächlich fanden wir, als wir schon gar nicht mehr damit gerechnet hatten unser Traumhaus. So gab´s dann im Januar erst mal einen Umzug für uns und unsere Katzen. Ruby und MaiTai hatten sich ruckzuck an die neue Umgebung gewöhnt, die zwei brauchten ja auch keine Umzugskartons auszupacken, obwohl sie uns dabei natürlich tatkräftig unterstütz haben.

Die Planungsphase:
Nach unruhigen Wochen mit renovieren, auspacken, einräumen (meine Güte warum hat man bloß soviel Krempel) und eingewöhnen, ging es an die Planung des Projekts Katzengarten. Immerhin war der Garten, klein und gut eingewachsen, mit ein Grund gewesen, dass wir uns zum Umzug entschlossen hatten. An dieser Stelle vielen Dank ans Nordsternchen Forum, wo ich viel hilfreiche Tipps bekommen habe und ein besonderer Dank an Kerstin Baumgarten http://www.du-palais-d-hiver.de  hier konnten wir uns einen abgesicherten Garten in Natura ansehen und bekamen eine erste Idee welche Arbeit und Kosten uns erwarten würden. Und das Projekt bekam nun den Namen “little Alcatraz“. Nützliche Anregungen fanden wir auch hier: http://www.hallingdal.de/

In Sachen Arbeit war uns schnell klar, nach der „do it yourselfe“ Phase im Haus, lassen wir den Zaun bauen. Einen Zaunbauer, auch noch zufällig mit Erfahrung in Sachen katzensicherer Zaun („wir haben da mal für Frau van Bergen das Grundstück eingezäunt…") fanden wir schnell.

Die Realisierung:

So sah der Garten im Frühjahr aus.... ....alles was als „Ausbruchshilfe“ dienen könnte
musste abgesägt werden, und so opferten wir eine
Birke, eine Kiefer und eine Weide.

Nun waren wir startklar, aber die Sache zog sich, das falsche Zaunmaterial wurde geliefert….
Sicherheitshalber hatten wir auch die Nachbarn links und rechts informiert, damit es hintendran kein Gemecker geben würde, immerhin planten wir einen Zaun über der hier zulässigen Höhe von 1,80 m. Glücklicherweise haben beide Seiten total positiv reagiert. Mittlerweile gab es auch schon den ein oder anderen sehnsüchtigen Blick, vor allem von Ruby, die immer öfter an der Terrassentür saß. Die schönen Tage im Frühjahr locken uns natürlich in den Garten und immer mussten die Katzen drinnen bleiben. Aber nach all dem langen Warten kam doch noch der ersehnte Anruf: „das Zaunmaterial ist da, wann soll es losgehen?“

Als die Handwerker dann mir einem LKW und all den Materialien kamen wurde uns doch etwas mulmig, es ah doch alles so mächtig aus. In rasantem Tempo wurde der Zaun aufgebaut und wir waren heilfroh uns für die Variante mit den Handwerkern entschieden zu haben, die hatten eine beeindruckende Routine, wir hätten das mit Sicherheit nicht an einem halben Tag geschafft.

Obwohl wir nicht mit Hand anlegen mussten, saßen wir abends völlig erledigt, aber hoch zufrieden auf der Terrasse und machten Pläne was noch zu tun sei, bis wir den Garten für ausbruchsicher erklären können. Da unser Garten einige Höhenunterschiede hat, mussten wir in Bodennähe noch einiges abdichten und einige Schlupflöcher oben mit Netz abspannen.

Und dann kam endlich das Garten-Premieren-Wochenende!

MaiTai, der ja noch nie (außer auf unserem Balkon) draußen war, ließ es wirklich vorsichtig angehen. Das grüne Zeugs war ihm anfangs doch sehr suspekt.

Ruby, gar nicht ängstlich, nahm den Garten sofort in Besitz. Ich weiß gar nicht wer von uns vieren am aufgeregtesten war, keiner konnte sich ruhig hinsetzen und es genießen, die Katzen hatte alle Pfoten voll zu tun das neue Außenrevier zu erkunden und wir mussten ständig gucken, wo sind sie denn nun, was machen sie jetzt.

Nun sind mittlerweile einige Wochen vergangen und alle haben sich an „little Alcatraz“ gewöhnt.

Ruby´s Ausbruchversuche waren bisher nicht von Erfolg gekrönt,
natürlich ist sie schon mehrmals den ganzen Zaun hoch geklettert,
aber die Abschrägung sind bis jetzt unüberwindbar und ich hoffe
sehr es bleibt auch so. Falls nicht, erhält „little Alcatraz“ eine
Sicherheitsstufe mehr, sprich wir ziehen Weidezaun.
 

MaiTai ist der deutlich häuslichere, er fühlt sich
mittlerweile einfach nur wohl und er akzeptiert
den Zaun als Grenze seiner Katzenwelt.
 

Die erste Aufregung hat sich gelegt und alle haben Muße den Garten entspannt zu genießen. Lieblingsplätze gibt es natürlich auch schon:

hierbei handelt es sich um Fotos von Anfang August! *bibber*!

Allergrößte Faszination geht vom Teich aus. Hier schwimmen unsere
beiden Goldfische und auch die Frösche sind Objekt der Begierde.
Vor allem Ruby möchte zu gerne mal fette Beute machen, die Fische
sind glücklicherweise sehr vorsichtig, aber unser armer, großer
Frosch hat es jetzt echt schwer.

Fazit:
Nun haben wir ca. 100 m² Garten eingezäunt, Galgenzaun: Zaunmaterial grüne Doppelstabmatten, 1,80 m hoch plus Abwinkelung, um auch weiterhin das eigentliche Gartentor zur Strasse hin nutzen zu können, haben wir eine Tür in den Doppelstabmattenzaun setzten lassen, der obere Türrahmen wird ebenfalls durch den abgewinkelten Zaun begrenzt. Die einzelnen Matten sind 2,50 lang, lassen sich mit einer Flex problemlos beschneiden, die Zaunpfähle wurden mit Betonfundament gesetzt. Ecken, die uns ausbruchsgefährlich schienen haben wir mit grünem Netz (Teichnetz vom Baumarkt) gesichert. Versuche den Zaun zu überklettern, scheiterten bisher und sind hoffentlich auch zukünftig nicht erfolgreich.

Viele Leute erklären uns schlichtweg für bekloppt, was für einen Aufwand wir da betrieben haben. Alle die uns bisher besucht haben, fanden es (soweit sie ehrlich oder nur freundlich waren) gut gelungen. Uns ist das wurscht, wir fühlen uns nun noch wohler in unserem zu Hause und genießen den Garten gemeinsam mit den Katzen und haben so in ein Stück Lebensqualität investiert.

1. update
Ende September 2005, ausgerechnet als wir im Urlaub sind hat es die Ruby geschafft auszubrechen, meine Mutter unser Katzensitter hat fast der Schlag getroffen als die Katze weg war. Abends hatte sie zunächst den Kater reingeholt, die Katze nicht gefunden, später hat sie sie dann gefunden - jenseits des Zauns! Einfangen ließ Madame sich nicht, nachts um 4:00 kam sie dann nach Hause.
1:0 für die Katze, aber sofortige Ausgangssperre wurde verhängt

2. update
Anfang Oktober 2005, der bewachte Gartenfreigang hat es an den Tag gebracht, Ruby klettert am Zaun hoch und dann kopfüber weiter und mittels einer Art Klimmzug schwingt sie sich auf die Oberkante vom Zaun. Konnte das Katzentier noch grade am Schwanz erwischen und zurück in den Garten bugsieren.

Also was tun? Auf Anfrage bei der Firma catfence www.catfence.de bekam ich folgende Antwort:
Hallo Frau Block,
vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Produkten rund um die Katzensicherheit.
Wir dürfen Sie zu Ihrer erfindungsreichen und atlethischen Katze beglückwünschen. Genau für solche Katzen haben wir das Aufbau-System bestehend aus unseren patentierten PET-ZET Winkeln in Verbindung mit unserem Petfence PLUS Netz konzipiert. Bei eingeschaltetem Impulsgeber ist diese Zaunsicherung absolut übersteigungssicher.


Zunächst wollen wir es aber noch ohne Strom versuchen (das catfence System ist auch nicht grade ein Sonderangebot). Also wir rüsten auf und bringen an der Oberkante vom Zaun einen ca. 50 cm breiten Streifen Netz an, der nach unten hängt und es wirkt, Versuche den Zaun zu überklettern scheitern.
1:0 für uns !

Die ersten Herbststürme wehen das Netz allerdings
leider immer wieder hoch, also basteln wir mit dünnem
Draht kleine „Festhalter“

Ruby macht sich vermutlich schon wieder
Gedanken wie sie das Problem mit dem
Zaun lösen kann ….
 

"Wollt Ihr mich veräppeln? - Ich tricks Euch eh alle aus!"

Da wir den Fellmonstern auch weiterhin den Garten gönnen sind wir zur Zeit im sportlichen Wettstreit mit unserer Katze, Gartenausgang gibt es nun nur noch unter Aufsicht, mal sehen wie sich die Sache weiter entwickelt.
 

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