Schokoladennikolaus
Besonders am Nikolaustag wie auch am 24. Dezember sind
Schokoladenweihnachtsmänner sehr beliebt.
Um 1820 entstanden die ersten aus massiver Schokolade gefertigten
Nikolausfiguren mit der Darstellung des Bischofs mit Mitra und Stab. Etwa 20
Jahre später wurden sie erstmals in der heute gewohnten Form als Hohlkörper
hergestellt. Die Darstellung wechselte mit dem Aufkommen der
Weihnachtsmannfigur recht schnell zur heute vorherrschenden Form.
Zur Herstellung wird flüssige Schokolade zwischen zwei Formen gebracht und
im so genannten Schleudergußverfahren solange gedreht, bis sich die
Schokolade gleichmäßig verteilt hat und erkaltet ist. Über 9000 Tonnen
Schokolade werden in Deutschland jährlich zu etwa 100 Millionen
Schokoladenweihnachtsmännern verarbeitet. Damit liegt der
Schokoladenweihnachtsmann an zweiter Stelle hinter dem
Schokoladenosterhasen, auf den 56 % der Schokoladenhohlkörperproduktion
entfallen. (Zahlen aus dem Jahr 2002).
Die Figur des Schokoladenweihnachtsmannes hat mittlerweile in Deutschland
fast vollständig den eigentlich traditionellen Schokoladennikolaus
verdrängt. Auffälligster Unterschied bei den Schokoladenfiguren dürfte wohl
die rote Zipfelmütze beim Weihnachtsmann gegenüber der Mitra beim Nikolaus
sein, ebenso der fehlende Bischofsstab. Bei einigen Darstellungen sind die
rote Hose und Jacke, die ausgeprägten roten Pausbacken und die oft rote
Knollnase des Weihnachtsmannes auffällig. Auch die Barttracht ist leicht
unterschiedlich, der traditionelle Nikolaus hat keinen so weißen und so
aufgeplusterten Rauschbart und trägt einen bodenlangen Bischofsmantel.
In Österreich sind nach wie vor Schokoladennikolaus und -krampus üblich,
Schokoladenweihnachtsmänner sind hingegen eher selten zu finden.
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