Naturheilverfahren
Akupunktur | Akupressur |
Aromatherapie | Bachblüten |
Bestrahlungen |
Homöopathie Magnetfeldtherapie |
Reiki | T-Touch |
Wickel und Umschläge
Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) geht davon aus, dass im gesamten Körper Energieleitbahnen, so genannte Meridiane fließen, die die Energie über den gesamten Organismus verteilen. Ist dieser Energiefluss gestört, z. B. durch Blockaden im Körper, können die verschiedensten Beschwerden auftreten.
Durch die Reizung mit den Akupunkturnadeln an bestimmten Stellen des Körpers sollen die Blockaden aufgehoben werden, so dass die Energie wieder ungestört fließen kann und die Selbstheilungskräfte angeregt werden. Häufig angewendet wird die Akupunktur bei Muskelschmerzen, Gelenkproblemen (Arthritis) oder Hautproblemen. Aber auch bei Asthma kann sie helfen. Zugleich sind Akupunkturpunkte auf den verschiedenen Meridianen bestimmten Organen zugeordnet. So kann durch die Akupunktur auch die Behandlung organischer Leiden, wie z. B. Nierenproblemen, Leberleiden oder Verdauungsstörungen unterstützt werden.
Seit kurzem ist auch eine Akupunktur ohne Nadeln möglich: Bei der Laser- oder Elektroakupunktur werden die für den Energiefluss wichtigen Punkte mit Laserenergie oder schwachen Stromimpulsen gereizt.
Wichtig: Wenden Sie sich an einen speziell in Akupunktur geschulten Tierarzt. Nur er weiß genau, wo die betreffenden Punkte sitzen, wie tief er die Nadeln setzen oder wie lange er den Laser ansetzten muss.
Die Akupressur wird auch oft als die sanfte Schwester der Akupunktur bezeichnet, da sie auf dem gleichen Prinzip beruht. Auch hier werden spezielle Punkte auf den Meridianen gereizt, um einen freien Energiefluss zu ermöglichen, bzw. die Tätigkeit der jeweiligen Organe anzuregen. Allerdings werden hier die Energiepunkte nicht mit Nadeln bearbeitet, sondern allein mit den Händen. Der Druck wird mit Daumen oder Mittelfinger ausgeübt, Sie können aber auch vorsichtig eine Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und leicht drücken. Da Katzen relativ druckempfindlich sind, sollte die Akupressur nur sehr sanft ausgeführt werden. Sie kann als alleinige Therapie oder ergänzend zur Veterinärmedizin eingesetzt werden.
Nach einer ausführlichen Anleitung durch den Tierarzt können sie die Akupressur auch selbständig zu Hause durchführen. Lassen Sie sich genau erklären, wo und wie stark Sie drücken müssen, wenn bestimmte Beschwerden bei Mieze auftreten.
Bei der Vorsorge ist die Akupressur ebenfalls hilfreich: Tasten Sie regelmäßig die so genannten diagnostischen Punkte ab. Reagiert die Katze mit Schmerzen, kann dies ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Die diagnostischen Punkte liegen rechts und links entlang der Wirbelsäule sowie an der Seite und am Bauch. Ein in Akupunktur bewanderter Tierarzt kann Ihnen die genaue Lage der Punkte erklären.
Aromatherapie
Samtpfoten haben einen äußerst
gut entwickelten Geruchssinn. Sie nehmen ihre Umwelt zu einem Großteil über
Düfte wahr. Die Aromatherapie ist daher hervorragend für Katzen geeignet. Je
nach Duft kann sie die verschiedensten Beschwerden und Leiden lindern, wie
beispielsweise Panikattacken, Kreislaufprobleme oder Erkältungen.
Geben Sie einfach einige Tropfen des entsprechenden Aromaöls – nicht zu viele, sonst ist es für Miezis empfindliche Nase zu stark – in ein mit Wasser gefülltes Schälchen einer Duftlampe und lassen sie die Flüssigkeit über dem Teelicht verdampfen. Die Duftmoleküle werden über Nase, Mundschleimhaut und Lunge in den Körper aufgenommen und gelangen über den Blutkreislauf in den gesamten Organismus. Dort entfalten sie ihre heilsame Wirkung. Allerdings sollten sie nur Düfte anwenden, die ihrem Stubentiger zusagen.
- Achten Sie darauf , dann die Lampe so steht, dass die Katze sie nicht umwerfen kann.
- Reste des Aromaöls unbedingt aus dem Schüsselchen entfernen und dies gründlich abspülen. Die Katze könnte es sonst ablecken – und in hoher Dosis sind die Aromaöle hochgiftig für Mieze. Daher sollten Sie der Katze auch auf keinen Fall die Öle zum Einnehmen geben oder sie ihr unverdünnt auf der Haut verreiben. Die empfindliche Katzenhaut nimmt Stoffe recht gut auf. Zudem gelangen die Öle beim Ablecken des Fells in den Körper.
- Müssen die die Samtpfote doch einmal mit Aromaölen einreiben, sollten Sie nur einen Tropfen in Pflanzenöl auflösen und diese Mischung auf eine Stelle an der Leistengegend oder unter den Achseln verreiben.
- Achten Sie bei den Ölen auf eine gute Qualität. Aber Vorsicht: die teuersten sind nicht immer unbedingt die besten. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt, Heilpraktiker oder Apotheker beraten.
Die Aromatherapie ist eine gute Ergänzung zu anderen Behandlungsmethoden, außer bei Homöopathie, da die aromatischen Substanzen die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel aufheben.
Welcher Duft ist der richtige für Ihre Samtpfote?
Anis lindert Katzenschnupfen und Erkältungskrankheiten, sorgt für Entspannung.
Basilikum nimmt die Angst vorm Alleinsein, beruhigt, gibt neuen Schwung und regt den Appetit an.
Cajeput gibt neue Kraft, besonders bei alten Katzen.
Dill entspannt, regt den Appetit an.
Kamille wird universell eingesetzt und wirkt beruhigend, entspannend und leicht stimmungshebend sowie entzündungshemmend.
Kardamom mindert Stress und sorgt für mehr Harmonie.
Koriander gibt Kraft, hilft gegen unbegründete Ängste.
Melisse beruhigt, stärkt den Kreislauf, lindert Ängste und Verspannungen. Hilft auch bei Herzbeschwerden.
Mimose sorgt für Entspannung, gibt mehr Selbstvertrauen.
Muskatellersalbei hilft bei Erkältungskrankheiten und Katzenschnupfen, wirkt stärkend und kreislaufbelebend.
Nelke vertreibt Ungeziefer (Flöhe, Läuse), lindert Zahnschmerzen und hält Katzen von Möbeln, Tapeten usw. fern.
Neroli bringt Entspannung und sorgt für mehr Harmonie.
Orange regt den Appetit an und erfrischt, nimmt die Angst vorm Alleinsein.
Salbei wirkt heilend und entzündungshemmend auf alle Schleimhäute; beruhigt.
Sandelholz lindert Ängste und Panikattacken, sorgt für mehr Vertrauen.
Vanille wirkt entspannend, beruhigt, lindert Aggressionen.
Wachholder wirkt krampflösend und kreislaufstabilisierend; bei Blasen- und Nierenleiden.
Ylang-Ylang wirkt harmonisierend und stressmindernd, hilft gegen Angst und Panik; auch gegen Flöhe einsetzbar.
Ysop lindert Erkältungskrankheiten, stärkt den gesamten Organismus.
Zimt entspannt und beruhigt, soll auch gegen Flöhe und Läuse helfen.
Zitrone wirkt stärkend, klärend und reinigend, hilft bei Atembeschwerden.
Zypresse wirkt stärkend und kreislaufbelebend.
Achtung!!!
Einige der Öle sind für Katzen nicht verträglich, können sogar zum Tode führen. Dazu gehören beispielsweise Pfefferminz-, Eukalyptus- und Teebaumöl. Auch Öle von Nadelbäumen (Tanne, Kiefer u. ä.) sind für die Samtpfote gefährlich. Achten Sie auf die Inhaltstoffe. Sind in den Ölen Terpene oder Phenole enthalten, Finger weg! Sie sind für die Katze lebensgefährlich!
Viele körperliche Krankheiten der Samtpfote werden durch seelische Probleme ausgelöst. Für den naturheilkundlich orientierten Tierarzt oder Therapeuten ist es daher wichtig, dann nicht nur die Symptome der Krankheit, z. B. Schmerzen, behandelt werden. Genauso wichtig ist es, der Mieze ihr seelisches Gleichgewicht wiederzugeben und so die Ursache der Beschwerden zu beseitigen.
Hilfreich dabei sind die so genannten Bachblüten. Sie wurden benannt nach dem Arzt Dr. Edward Bach, der die Therapie vor rund 70 Jahren entwickelte. Er entdeckte verschiedene Blüten, die einen Einfluss auf unsere Psyche haben und so das psychische Gleichgewicht wieder herstellen können.
So wirkt Mimulus beispielsweise gegen Schüchternheit, Larch schenkt mehr Selbstvertrauen, Star of Bethlehem lindert Trauer und Water Violet hemmt Aggressivität. Die Notfalltropfen (Rescue remedy), eine Mischung aus mehreren Blüten, helfen nach Unfällen, bei Schockzuständen und Verletzungen.
Haben Sie Ihren Stubentiger im Sommer mal genauer beobachtet? Dann ist Ihnen sicher aufgefallen, wie oft er sich in die Sonne gelegt hat, um Licht und Wärme zu genießen. Auch in der kühleren und dunkleren Jahreszeit legen sich viele Katzen genau dort auf den Boden, wo die Wintersonne durchs Fenster scheint. Damit therapiert sich die Samtpfote selbst: Durch das Sonnenlicht wird die Bildung von Vitamin D angeregt. Das ist wichtig für Haut, Haar und stabile Knochen. Zudem steigern Licht und Wärme das Wohlbefinden. Die Bestrahlungstherapie macht sich diese Effekte zunutze; Bestrahlung mit speziellen Lichtbögen oder Heilsonnen lindern Hautkrankheiten und sorgen fei Mieze für mehr Ausgeglichenheit.
Immer häufiger wird auch die Bestrahlung mit farbigem Licht bei diversen Beschwerden der Samtpfote eingesetzt. Bei Verspannungen, Hautproblemen, einem gestörten Stoffwechsel, Schwäche oder Depressionen können Licht und Farbe viel ausrichten. Farbstrahlen wirken besonders auf die Seele, können die innere Ruhe wieder herstellen. Zwar ist noch nicht klar, welche Farben die Katzen überhaupt erkennen kann, sicher ist aber, dass eine Farbbestrahlung bei bestimmten Leiden eindeutig Linderung bringen kann.
Rotes Licht – Kreislaufprobleme, Rheuma, Muskelverspannungen, Lähmungen, nach einem Schock
Oranges Licht – Verdauungsprobleme, Nierenschwäche, Erkrankungen von Atmungsorganen, Energiemangel und Erschöpfung
Gelbes Licht – Depression, Blasen- und Niereninsuffizienz, Darmlähmungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Allergien, Magen-Darm-Problemen, Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Lähmungserscheinungen, Zittern u. ä.)
Grünes Licht – Hautekzeme, chronische Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Atembeschwerden, Herzerkrankungen, Unterstützend in der Krebstherapie
Blaues Licht – Abszesse und Furunkel, Hautprobleme, Verbrennungen, Entzündungen, Gehirnerschütterungen, Infektionskrankheiten, Angst und Schmerzen
Violettes Licht – Stärkung des Immunsystems, Infektionskrankheiten, Krämpfe, Angst
Nach Anweisung vom Tierarzt können Sie die Bestrahlungstherapie auch zu Hause durchführen. Viele Apotheken bieten die betreffenden Lampen als Leihgeräte an. Für die Farbtherapie können sie auch farbige Glühbirnen verwenden.
In der Regel sollte Mieze zwei bis dreimal pro Tag etwa 15 Minuten bestrahlt werden. Suchen Sie sich dazu am besten Tageszeiten aus, wenn die Samtpfote sich ausruht, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Tier im Licht liegen bleibt. Wenn die Katze es jedoch nicht so lange aushält, lassen Sie sie vorher gehen.
Wenn Sie eine besonders sanfte Behandlung ohne Nebenwirkungen suchen, empfiehlt sich die Homöopathie. Sie beruht auf dem Grundsatz: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. Die homöopathischen Mittel stammen alle aus der Natur. Sie regen die Selbstheilungskräfte an und helfen dem Organismus, wieder gesund zu werden.
Da bei der homöopathischen Behandlung nicht alleine die Krankheitssymptome eine Rolle spielen, sondern auch die Lebensumstände sowie die körperliche und seelische Verfassung des vierbeinigen Patienten berücksichtigt wird, sind allgemeine Angaben, was bei welcher Krankheit hilft, nur schlecht zu machen. Fragen Sie am besten einen naturheilkundlich geschulten Tierarzt oder Tierheilpraktiker um Rat. Er wird mit Hilfe Ihrer Informationen über Ihre Katze sicher schnell das richtige Medikament finden, damit Ihre Mieze schnell wieder fit wird. Er kann Ihnen auch sagen, bei welchen Beschwerden die Homöopathie noch Linderung bringt und bei welchen Therapien sie unterstützend eingesetzt werden kann.
Richten Sie sich bei der Dosierung genau nach der Anleitung des Fachmanns. Als grobe Richtlinie gilt: Erwachsene Katzen erhalten mehrmals täglich drei Globuli (Milchzuckerkügelchen) oder eine Tablette. Katzenkinder die Hälfte. Geben Sie Ihrer Samtpfote bitte keine Tropfen – sie enthalten Alkohol.
Zu Beginn kann eine so genannte Erstverschlimmerung auftreten, das bedeutet, die Krankheitssymptome verstärken sich zunächst. Das ist völlig normal und zeigt, dass die Katze auf die Behandlung anspricht. Wenn nach einigen Tagen aber keine deutliche Besserung eintritt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.
Generell gilt: Bevor Sie mit einer homöopathischen Behandlung beginnen, sollten ernste Krankheiten als Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden. Daher vorher erst mit Mieze zum Tierarzt.
Wo die Homöopathie helfen kann:
Abwehrkräfte stärken – Echinacea
Allergien – Natrium sufuricum
Angst, Panikattacken – Pulsatilla, Opium, Phosphor, Aconitum
Augenentzündungen – Belladonna, Euphrasia, Pulsatilla
Blähungen – Carbo vegetabilis
Blutergüsse, Prellungen – Arnica
Chronische Infektion – Silicea
Durchfall – Nux Vomica, Phosphor
Erschöpfungszustände – Arnica
Haarausfall
– Staphisagria, Sulfur
Hautabschürfungen, kleinere Wunden – Calendula, Hypericum
Hautprobleme – Hepar Sulfuris, Mercurius, Graphites, Arsenicum Album
Insektenstiche – Apis
Neurologische Störungen – Kalium phosphoricum
Ohrenentzündung – Calendula
Verstopfung – Nux Vornica
Wurmbefall – China, Calcium carbonicum, Abrotanum
Zahnsteinprobleme – Calcium carbonicum, Mercurius solobulis, Hepar sulfuris
Die Magnetfeldtherapie beruht darauf, dass Magnetfelder einen positiven Einfluss auf den Organismus haben, da auch in den einzelnen Zellen des Körpers eine magnetische Spannung herrscht. Ist diese Spannung gestört, kann die Zelle nicht mehr richtig arbeiten, wird krank oder stirbt ab. Mit Hilfe der Magnetfeldtherapie sollen die geschädigten Zellen wieder auf ihre ursprüngliche Spannung eingestellt werden. Dadurch wird gleichzeitig die Sauerstoffversorgung verbessert, die Zellen arbeiten besser, die Selbstheilungskräfte des Organismus werden angeregt. Einsatzgebiete für die Magnetfeldtherapie sind Krankheiten des Bewegungsapparates, schlechte Wundheilung, ständige Entzündungen und Muskelverspannungen. Aber auch bei Allergien und zur Stärkung der Abwehrkräfte kann sie eingesetzt werden. Allerdings sollte die Magnetfeldtherapie unbedingt von einem Fachmann durchgeführt werden.
Vorsicht, wenn Ihnen sehr teure Magnetfeldmatten für die Mieze angeboten werden: Zwar können diese Matten das Wohlbefinden Ihrer Samtpfote verbessern, Wunder bewirken sie allerdings nicht.
Die Reiki-Lehre beruht auf der Theorie, dass uns alle eine allumfassende Heilenergie umfließt und verbindet. Diese Energie können in Reiki geschulte Personen kanalisieren und an andere weitergeben: Durch Handauflegen – d. h. eigentlich werden die Hände einige Zentimeter über den Körper des Patienten gehalten – fließt die gebündelte Energie vom Therapeuten in den Patienten. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte angeregt und Verspannungen gelöst, Schmerzen lassen nach. Bei der Behandlung kommt es meist zu vermehrter Wärme sowie einem Kribbeln auf der Haut. Die Samtpfote schnurrt vor Behagen, wenn ihr das angenehm ist. Führen Sie eine Reiki-Sitzung aber nur so lange durch, wie es der Katze gefällt. Läuft sie weg, ist die Sitzung beendet.
Reiki können Sie in speziellen Kursen erlernen. Fragen Sie am besten bei einem Heil- oder Tierheilpraktiker nach, wo diese Kurse angeboten werden.
Katzen lieben es gestreichelt zu werden. Bauen Sie in Ihre Liebkosungen noch besondere Griffe ein, so genannte T-Touches (Tellington-Touches, spezielle Streichelmassagegriffe), tun die Streicheleinheiten Ihrer Samtpfote gleich noch einmal so gut.
T-Touch wurde von der Amerikanerin Linda Tellington-Jones entwickelt. Eigentlich waren die Massagegriffe zunächst nur für Pferde gedacht, dann wurden aber auch Griffe für andere Tiere entwickelt. Durch die speziellen Berührungen wird das Nervensystem stimuliert, seelische und körperliche Blockaden werden gelöst, der Heilungsprozess wird angeregt. Zudem vertieft T-Touch die Bindung zwischen Mensch und Tier, schafft mehr Vertrauen.
Die Grundbewegung ist relativ einfach: Beschreiben Sie mit den Fingern einen Kreis auf dem Fell Ihres Tieres. Größere Tiere streicheln Sie mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger, bei kleinen Tieren reicht der Mittelfinger. Daumen und kleiner Finger liegen leicht auf dem Fell auf.
Stellen Sie sich am besten das Zifferblatt einer Uhr vor: Wandern Sie mit den Fingern dann ganz langsam von der 6-Uhr-Stellung im Uhrzeigersinn einmal herum bis wieder zur 6 und noch ein Stückchen weiter, bis Sie etwa bei 9 Uhr landen. Die Finger sollen dabei nicht nur über die Haut wandern, sondern diese sanft hin- und herschieben. Dann wiederholen Sie dies an einer anderen Stelle des Körpers, bis Sie so nach und nach das Tier überall gestreichelt haben. Machen Sie nie zwei T-Touches an der gleichen Stelle direkt hintereinander. Je nachdem, welche Beschwerden oder welche Verhaltensstörung Ihre Katze hat, gibt es verschiedene Handbewegungen, die Sie ausführen können: Zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens können Sie beispielsweise den Ohren-T-Touch ausführen. Nehmen Sie dafür jedes Ohr Ihres Lieblings zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand und massieren Sie es sanft. Dabei werden die zahlreichen Akupunkturpunkte stimuliert, die sich an Miezis Ohren befinden, sämtliche Systeme im Körper werden angeregt. Wichtig: Streichen Sie immer nur in Wuchsrichtung des Fells, also zu den Ohrenspitzen hin. Die Massage der Ohrenspitzen hilft Mieze übrigens schneller über einen Schock hinweg, beispielsweise nach einem Unfall.
Der Spinnen- oder Tarantel-T-Touch gibt älteren Tieren neue Energie: Legen Sie beide Hände aneinander, die Fingerspitzen zeigen nach vorn, die Daumen berühren sich an der Spitze. Wandern Sie dann mit Zeige- und Mittelfingern nach vorn, ziehen Sie den Daumen dabei wie einen Pflug durch das Fell der Katze.
Bei nervösen Tieren, die auch leicht aggressiv werden oder kratzen, sorgt der Pfoten-T-Touch für Entspannung. Wenn die Katze auf Ihrem Schoß sitzt, nehmen Sie eine Pfote und massieren Sie sie in kleinen Kreisen um die Pfotenballen herum. Dann die andere Pfote behandeln.
Wichtig für den Erfolg der Therapie ist, dass Mensch und Tier sich voll aufeinander einlassen.
Schnelle Hilfe bei verschiedenen Leiden bietet auch bei Katzen ein Hausmittel, welches Sie sicher noch aus Ihrer Kindheit kennen: feuchte Wickel. Feuchte kalte Wickel lindern z. B. Fieber, warme helfen bei Verspannungen.
Kalte Wickel
Sie sorgen bei Fieber für Abkühlung und verhindern ein starkes Anschwellen bei Prellungen, Insektenstichen oder entzündeten Gelenken.
Wichtig: Tauschen Sie den Wickel etwa alle 10 bis 15 Minuten aus. Dann hat er sich nämlich bereits erwärmt und zeigt kaum noch Wirkung. Das Wasser sollte etwa eine Temperatur von 15 bis 20° Celsius haben.
Zusätzliche/Variante für kalte Wickel
Insektenstiche: Wasser mit Apfelessig 1:1 mischen.
Akute Bronchitis: 4 Esslöffel Salz in einem Liter Wasser lösen.
Entzündungen der Haut oder Gelenke: 3 Esslöffel Heilerde oder Ton mit etwas Wasser verrühren oder Bockhornkleesamenpulver mit Wasser verrühren.
Knochen- oder Gelenkprobleme: Frische Beinwellwurzel reiben.
Akute Entzündungen aller Art: Quark
Warme Wickel
Wärme löst Verspannungen und Verkrampfungen, lindert Krämpfe und kann bei Verdauungsproblemen helfen. Auch bei Bronchitis und chronischen Gelenkentzündungen kann Wärme helfen. Sie können auch ein Leinensäckchen mit entsprechenden Zusätzen füllen und dies etwa eine Stunde über Wasserdampf erhitzen und auflegen. Bevor Sie den Wickel auflegen, am besten die Temperatur am Handrücken prüfen. Ist Ihnen die Wärme unangenehm, dann Wickel etwas abkühlen lassen. Der Wickel sollte möglichst eine Stunde angelegt bleiben.
Zusätzliche/Variante für warme Wickel
Magen- und Darmprobleme: Warmes Leinensäckchen mit Leinsamen gefüllt.
Chronische Bronchitis, Verspannungen, Koliken: Umschlag oder Leinensäckchen mit gekochten, grob zerstampften Kartoffeln gefüllt.
Verspannungen, chronische Bronchitis, Gelenkentzündungen, Krämpfe in Magen, Darm oder Blase: Warmes Leinensäckchen mit Heublumen.
Achtung: Hat die Katze Fieber, nie einen warmen Wickel anlegen, ist sie dagegen unterkühlt und friert, sind Kalte Wickel tabu.
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