Ragdoll
![]() |
![]() |
![]() |
| Purriffic
Frajser Akannsas Ragdollkater Seal. |
Snuggling
Joker Querida Ragdollmädchen seal-colourpoint |
McKenzie's
Lulu Raggdollmädchen Seal. |
![]() |
![]() |
![]() |
| Raphael il
dolce topolino Ragdollkater seal-mitted |
Snuggling
Joker Only You Ragdollkater blue-colourpoint |
Snuggling
Joker Muffin Ragdollkater seal-colourpoint |
| http://www.mein-samtpfoetchen.de |
Blauäugige
"Kuschelkinder" auf vier Pfoten: die kalifornischen Ragdolls
von Hannelore Büchner
Diese liebenswerten Katzen verdanken ihre Entstehung den finanziellen
Bedürfnissen einer einzigen Frau: Ann Baker aus Riverside in Kalifornien. Sie
traf zufällig auf den außergewöhnlichen Nachwuchs einer weißen Langhaarkatze und
war so davon beeindruckt, dass sie beschloss, der Natur ein wenig nachzuhelfen
und eine ganz neue Katzenrasse zu "kreieren". Der Überlieferung nach handelte es
sich bei der weißen Kätzin - ihr Name war Josephine - um eine Angorakatze, wie
man damals die Perser nannte. Allerdings sahen diese derzeit noch ganz anders
aus als heute.
Ann Baker stellte fest, dass Josephines Jungtiere sehr groß und ausgesprochen
sanftmütig waren. Ihre Körper waren ungewöhnlich weich, nahezu schlaff, wenn man
sie hochnahm. Und sie liebten es, auf den Armen herumgetragen zu werden. Sie
erinnerten an die "Lumpenpuppen" (Ragdolls), die arme Leute ihren Kindern aus
Stoffresten nähten, und von denen sie dann auch den Namen bekamen. Baker war
zwar arm, aber unerhört geschäftstüchtig, und so kam ihr schnell der Gedanke,
aus diesen bezaubernden kleinen Schmusepäckchen Bares herauszuholen. Natürlich
nicht durch den Verkauf eines oder einiger Würfe, nein, sie plante, eine ganz
neue Art Katze zu "erfinden". Grosse blaue Kinderaugen sollten sie haben, die
man über das Maskengen leicht in den Genpool einbringen konnte. Ob es ein
Birma-Kater oder ein Birma-ähnlicher Kater war, mit dem sie Josephine verpaarte,
ist nicht mehr nachvollziehbar und umstritten, auf jeden Fall zog sie sich einen
gepointeten Sohn Josephines als Stammvater der neuen Rasse heran, den sie "Daddy
Warbuck" nannte. Daddy Warbuck hatte weiße Abzeichen an den Pfoten wie die
Heiligen Birmas, außerdem einen weißen Streifen auf der Nase und eine weiße
Schwanzspitze. Letztere findet man manchmal heute noch, allerdings stellt sie -
im Gegensatz zu dem weißen Nasenstreifen - einen groben Farbfehler dar. Der
Name, den Ann Baker ihrer Cattery gab, spiegelt deutlich wider, welcher
Gesellschaftsschicht sie sich selbst zuordnete: "Raggedy Ann" bedeutet übersetzt
"zerlumpte Ann".
Eine zweite Mutterlinie wurde - so heißt es wiederum in der Überlieferung -
unter Hinzunahme einer schwarzen Burmesin aufgebaut. Natürlich gibt es keine
schwarzen Burmesen, doch könnte hier die Erklärung darin liegen, dass die Farbe
Seal in der Genetik als "Black" = Schwarz bezeichnet wird. Die Tiere, die aus
Josephine stammten, wurden der sogenannten light side, also der hellen Seite,
die aus der Burmesin der dark side, der dunklen Seite, zugeordnet. In den ersten
Generationen wurden grundsätzlich nur Tiere der light side mit Abkömmlingen der
dark side verpaart, light x light oder dark x dark durfte nicht zusammenkommen.
Um eine neue Rasse zu züchten, braucht man sehr viele Katzen, so dass Ann Baker
bald an ihre Grenzen stieß und sich gezwungen sah - sicher auch aus finanziellen
Gründen - andere Züchter mit in ihr Programm einzubeziehen. Diesen machte sie
genaue Vorschriften und pochte unnachgiebig auf Einhaltung derselben
Um möglichst schnell einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen, erfand die
streitbare kleine Dame allerlei spektakuläre Besonderheiten, die die neuen
Katzen angeblich besäßen. Damit schadete sie sich jedoch in erster Linie selbst,
denn sie lieferte damit den Beweis, dass sie von Biologie und Genetik wenig
verstand. Ihre Behauptung, Ragdolls seien schmerzunempfindlich, war völlig aus
der Luft gegriffen und schadete den Katzen sehr. Bis heute hält sich dieses
unglückliche Gerücht ebenso hartnäckig wie die (schöne) These, Ragdolls haarten
nicht. Beides ist erfundener Unsinn. Zwei Züchterpaare aus der Anfangszeit
sagten sich schließlich von Baker los, um ihren eigenen Zuchtvorstellungen
nachzugehen. Mit der "Blossom Time" Cattery und "Ragnarok" legten das Ehepaar
Dayton sowie die Eheleute Chambers den Grundstein für unsere heutigen Ragdolls.
Danny Dayton arbeitete eine Genetik-Karte aus, in die er in akribischer
Feinarbeit Katze für Katze eintrug. So ergab sich ein riesiger Stammbaum, der
von Josephine bis in unsere heutige Zeit reicht. Vor einigen Jahren übernahm
Charlie Myers von der Cattery "C.P. Rags" diese Arbeit.
Erst zwanzig Jahre nach ihrer Entstehung kamen die ersten Ragdolls nach Europa.
Führend in Sachen Katzenzucht machten auch hier die Engländer die ersten
Schritte. Bedingt durch die Quarantänebestimmungen bewegte man sich dort lange
Zeit in einem sehr engen Genpool. Mit den Mitte der 80er Jahre von England nach
Deutschland gelangten Raggys startete man auf dem Festland teilweise mit
erheblichen Schwierigkeiten, da durch zu enge Verpaarungen Schwächen im
Immunsystem auftraten. Sicherlich wäre es um die Zucht dieser blauäugigen
Schönen schlecht bestellt gewesen, wenn sich nicht eine Idealistin mit eisernem
Willen zu ihrer Schirmherrin ernannt hätte: Karin Hughes-Dentler aus Nürnberg
gründete 1986 die Interessengemeinschaft Ragdoll und führte die Rasse, die
keiner kannte und die viele nicht wollten, in 12jähriger Arbeit zur vollen
FIFe-Anerkennung. Dabei beschritt sie einen dornen- und arbeitsreichen Weg, der
ihr keineswegs nur Freude einbrachte. Unter dem Leitsatz "alles für die Rasse"
übernahm sie so manche unangenehme Aufgabe. Zu diesen gehörte auch die teilweise
sehr herbe Auseinandersetzung mit Züchtern, die auf unseriöse Art und zum
Schaden der Tiere versuchten, mit geringem Aufwand schnelles Geld zu machen.
Dieser Frau verdanken die heutigen europäischen Ragdolls zum großen Teil die
mittlerweile überwiegend gesunde Zuchtbasis.
Die engagierte Nürnbergerin, von Insidern "Frau Ragdoll" genannt, leitet bis
heute in ihrer Freizeit die Interessengemeinschaft, die den drei existierenden
Zeichnungsvarianten zur Anerkennung verhalf. Die Bicolour erreichte dieses Ziel
als erste, nämlich 1992. Drei Jahre später folgte die Colourpoint, und wie am
29. Mai 1998 in Bad Kissingen während der FIFe-Generalversammlung von 32
stimmberechtigten Ländern einstimmig beschlossen wurde, erhielt auch die Mitted
ab 1999 den begehrten CAC-Status.
![]() |
![]() |
![]() |
|
Mourningdove Tueschi seal-mitted |
Snuggling Joker Lassiter seal-mitted |
Snuggling Joker Nikki seal-bicolour |
![]() |
![]() |
![]() |
| Ragdoll-Impressionen | Ragdoll-Impressionen | Ragdoll-Impressionen |
Fell:
Lang, voll und von seidiger Beschaffenheit. Die seidenweiche Textur erinnert
ein wenig an Kaninchenfell. Wie alle lang- und halblanghaarigen Katzen sind die
Ragdolls in der kalten Jahreszeit am schönsten, denn dann zeigen sie sich in
voller Haarpracht. Das Fell ist im Gesicht kurz, wird am Rücken etwas länger,
seitlich halblang und am Bauch und dem hinteren Beinbewuchs (Höschen) lang. An
den Vorderbeinen ist es kurz bis mittellang. Die eigentliche Zierde ist jedoch
das üppige Lätzchen, das oft im ersten Winter noch nicht voll in Erscheinung
tritt. Grannenhaare und Unterwolle sollten nicht zu viel vorhanden sein, denn
das Fell sollte leicht am Körper anliegen und in der Bewegung "aufbrechen". Bei
zuviel Unterwolle steht das Fell nahezu rechtwinkelig zum Körper, und die Katze
wirkt "mopsig".
Kopf:
Der Kopf stellt einen modifizierten Keil dar mit einer sanft gerundeten
Schnauze.
Ohren:
Mittelgroß, mit abgerundeten Spitzen und weit auseinandersitzend.
Augen:
Groß und leicht oval, weit auseinander stehend, die Farbe sollte blau sein.
Körper:
Lang gestreckt, muskulös und stämmig, mit von hinten nach vorne leicht
abfallender Rückenlinie.
Schwanz:
Lang und flauschig.
Beine und Pfoten:
Die Beine sind mittellang, wobei die Hinterbeine etwas länger sind als die
Vorderbeine. Die Pfoten groß und rund, mit zwischen den Zehen und Ballen
befindlichen Fellbüscheln. Die Ballen sind dunkelbraun
oder schwarz.
Wesen:
Es ist ganz selbstverständlich, dass sich alles um die Ragdoll dreht. Das
steht ihr von Geburt an zu, und nichts kann sie in dem Glauben erschüttern, dass
sie der Nabel der Welt ist. Es gibt für sie beispielsweise nicht den geringsten
Zweifel, dass ein Wischlappen nur deshalb auf dem Fußboden hin- und herbewegt
wird, damit sie ihn fangen kann. Sie brauchen den ständigen Kontakt, die
Ansprache und viele, viele Streicheleinheiten. Sie sind anhänglich und
verschmust und würden seelisch verkümmern, wenn man sie tagtäglich acht oder
mehr Stunden sich selbst überließe. Berufstätige sollten deshalb wenigstens ein
zweites Tier (Katze oder Hund) dazunehmen, wenn es unbedingt eine Ragdoll sein
muss. Bedingung ist aber dabei, dass man sich in der verbleibenden Zeit intensiv
um sie kümmert. Dabei reicht einfaches Schmusen meistens nicht aus, sie wollen
spielen, oft bis ins hohe Alter hinein. Eigentlich werden sie nie richtig
erwachsen. Besonders beliebt ist bei vielen Vertretern dieser Gattung das
Apportierspiel. Sie lernen es fast alle, wenn man sich nur ein wenig Mühe gibt.
Das hat den Vorteil, dass man selbst dabei sitzen bleiben kann...
An dieser
Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Hannelore Büchner für die
Bereitstellung der Fotos und die Zusammenarbeit bedanken.![]() |
| zur Startseite Nordsternchens-Katzen | Zur Auswahl Rasseportraits |
|
Copyright 2005 www.nordsternchens-katzen.de |