![]() |
![]() |
Bärbel, die
Katzenfrau
Wir alle wissen wie
schwierig für viele Bauernkatzen oder ausgesetzte Katzen das herrenlose Leben
ist!
Die meisten Bauernkatzen werden weder gefüttert noch zum Tierarzt gebracht, wenn
sie krank sind. Die Katzenweibchen werden nicht kastriert und so vermehren sich
die Tiere ständig. Wenn die Katzenschar zu groß wird erschlägt der Bauer nicht
selten die Jungtiere. Immer auf der Suche nach Futter legen diese herrenlosen
Katzen große Strecken zurück und nur wenn eine Katze Glück hat, findet sie eine
Futterstelle, die von Tierfreunden betreut wird.
In einem Dorf auf der „Schwäbischen Alp“ in der Nähe von Ulm lebt Bärbel – die
Katzenfrau. Sie kümmert sich dort mit bewundernswertem Einsatz um herrenlose
Katzen. Sie nimmt große Strapazen auf sich um den frei lebenden Miezen ein
Überleben zu sichern. Aber was Bärbel am aller meisten zu schaffen macht, ist
das Unverständnis ja sogar die Aggression vieler Menschen ihr und „ihren“ Katzen
gegenüber.
![]() |
![]() |
![]() |
Jeden Tag von 8.00 – 11.00 und 15.00 – 18.00 Uhr fährt Bärbel mit ihrem kleinen Auto
die Futterstellen ab, wo die Katzen schon sehnlichst auf sie warten. Im
Kofferraum ist der Korb mit Futter, verdünnter Milch, Schüsselchen und Medizin
bereitgestellt. An neun verschiedenen Futterstellen füttert Bärbel insgesamt ca.
30 - 40 Katzen. Es ist rührend zu sehen wie die Miezen an den Futterstellen warten,
bzw. aus allen Ecken gelaufen kommen wenn sie das Auto von Bärbel hören. Der
schwere Korb wird aus dem Auto gehoben und Schüsselchen um Schüsselchen wird
gefüllt. Dabei achtet Bärbel darauf ob alle Miezen eintreffen und gesund sind
und begrüßt sie namentlich. Für jedes Kätzchen hat sie liebe Worte, gibt ihnen
Anweisungen, dass sie auf die Autos aufpassen sollen und morgen ja wieder zur
gleichen Zeit an der Futterstelle sein sollen. Dann gibt’s noch Bussis und
Streicheleinheiten und schon geht es weiter zur nächsten Futterstelle.
Dieser Zeitplan wird konsequent Sommer wie Winter und jeden Tag ob Sonne,
Regengüsse oder Schneetreiben eingehalten!
Und das schon seit 11 Jahren!
Doch Bärbel ist nicht einfach nur eine Mitleid fühlende, nette Dame sondern eine
aktive Tierschützerin. Für sie besteht Katzenhilfe nicht nur aus Füttern,
sondern in erster Linie in der Verhinderung von vielen kleinen Wegwerfkatzen. So
lässt sie jedes neu hinzukommende Kätzchen von der Tierärztin durchchecken ob
Tätowierung oder Chip vorhanden ist. Wenn kein Besitzer ausfindig zu machen ist,
lässt sie das Kätzchen kastrieren. Bei sehr scheuen Tieren muss die Katzenfalle
zum Einsatz kommen. Zu den täglichen 6 Stunden, die sie zum füttern der Tiere
braucht, kommt noch das Fangen der kranken oder zu kastrierenden Katzen und die
Fahrten zur Tierärztin.
![]() |
![]() |
In heißen Sommern ist es für Bärbel besonders schweißtreibend die Fütterungsrunden zu drehen, aber die Winter sind noch viel schlimmer! In dieser Region ist im Winter sehr viel Schnee und so muss sie an einigen Futterstellen erst mal ein Plätzchen frei schippen wo sie dann füttern kann. Aber diese zierliche Frau nimmt alle Mühen auf sich, schleppt im Schneetreiben den schweren Futterkorb und oft auch die Katzenfalle um die Kätzchen vor Hunger und unkontrollierter Vermehrung zu bewahren.
An zwei Futterstellen konnte sie Unterkünfte für die Katzen einrichten, so sind
ein kleiner alter Stall im Dorf und ein Gartenhäuschen im Krautgarten, als
Schlafmöglichkeit ausgestattet. An zwei Futterstellen wurde jeweils ein kleines
strohgefülltes Katzenhäuschen aufgestellt. Einige Katzen haben einen
Unterschlupf in Scheunen gefunden, aber einige Katzen haben gar kein geschütztes
Plätzchen.
Benny
Was macht ein Kater, wenn er keinen Dosenöffner hat ? So einen, der an kalten
Tagen auch für ein warmes Plätzchen sorgt und der hinter den Öhrchen krault? Er
macht sich auf den Weg und sucht sich Einen. Aber ach, die Konkurrenz ist groß,
überall kleine süße Katzen, die niemand haben will. So erging es auch Benny, bis
er Bärbel auf der Dorfstraße traf. Leider sind an dieser Stelle die Anwohner
sehr katzenfeindlich und beschimpften Bärbel und Benny. Trotzdem ging zwei
Wochen alles gut, er speiste gut und wagte schon mal, sich ein klein bisschen
streicheln zu lassen. Dann ging alles sehr schnell, mit Hilfe von zwei
Tierfreundinnen wurde Benny gepackt und landete trotz heftigster Gegenwehr
ratz-fatz im Transportkorb. Alles Fauchen und Kratzen half nichts. Die
Tierärztin hat Erfahrung mit unwilligen Patienten und einen Tag später wurde er
als kastrierter Kater wieder ausgesetzt. Nun brachte ihn Bärbel aber nicht mehr
an den Platz zurück wo man ihm angedroht hatte ihn zu töten, sondern sie nahm
ihn mit zum Gartenhäuschen im Krautgarten.
Sie erklärte Benny, dass er nun hier bleiben solle und er würde hier jeden Tag
sein Schüsselchen Futter bekommen. Am nächsten Tag war Benny nicht mehr zu
sehen. Zwei Tage später tauchte er an der Dorfstrasse auf, wo sie ihn gefunden
hatte und wo die katzenfeindlichen Leute wohnen. Überall wird Benny weggejagt
und Bärbel kann ihn nur am Gehsteig, bzw. versteckt unter dem Auto füttern.
![]() |
![]() |
![]() |
Überall wird Bärbel die Katzenfrau genannt, aber dass jemand sie mal
unterstützt, kommt fast niemanden in den Sinn. So kommt es sogar vor, dass Leute
zu Bärbel sagen, dass seit Tagen neben dem Reitstall oder an der Straße eine
tote Katze liege! Niemand kommt auf die Idee die Katze zu beerdigen oder zu
beseitigen - das macht dann schon die Katzenfrau!!!!!
Und Bärbel macht es dann auch und gibt der toten Mieze ein letztes Streicherl.
Trotz all diesen Schwierigkeiten hat Bärbel ein liebes und heiteres Wesen,
sodass man sie gleich ins Herz schließt. Man möchte ihr sagen, dass sie sich
nicht so viel zumuten soll - aber dann hungern ja die Katzen!
Von ihrer kleinen Rente zweigt Bärbel einen erheblichen Teil für Futter und
Tierarztkosten ab. Gerade im Herbst und Winter fressen die Katzen besonders
viel, 22 – 24 Dosen ( á 400gr) verbraucht sie deshalb pro Tag. Für Bärbel
alleine ist dies finanziell nicht zu schaffen.
Ich bringe Bärbel große Anerkennung und Wertschätzung entgegen. Sie kämpft
wirklich an der vordersten Katzenfront. Deshalb darf man sie nicht alleine
lassen, sie braucht einige Leute, die ihr den Rücken stärken und sie in
Notsituationen unterstützen. Vordringlich ist die Versorgung mit Futter aber
auch ein Sponsor für dringende Behandlungen und Kastrationen der Katzen beim
Tierarzt wäre wünschenswert. Ganz dringend suchen wir Pflegeplätze, an denen
sich kranke oder verletzte Katzen einige Zeit erholen können.
Hoffentlich kann sie noch viele Jahre die Katzen versorgen! Die Miezen warten ja
immer ganz pünktlich auf den einzigen Menschen, der sie lieb hat - die Bärbel.
![]() |
Bitte helfen auch Sie mit! |
![]() |
Wenn Sie Bärbel eine kleine Spende schicken
möchten:
Bärbel Dommers
Kreis u. Stadtsparkasse Neu-Ulm – Ulm Illertissen
Konto Nr. 430170530, BLZ 73050000
(Spendenbescheinigung leider nicht möglich)
Wenn Sie Bärbel unterstützen wollen und eine Spendenbescheinigung wünschen,
bitte überweisen Sie mit der Angabe Ihrer Adresse an:
Arbeitskreis „Mensch und Tier“ Neubiberg e.V.
Postbank München, Kto. Nr. 19532804, BLZ 700 100 80
Verwendungszweck: Katzenfrau Bärbel
Info über den Verein:
www.arbeitskreis-mensch-und-tier-neubiberg.de
| Startseite Nordsternchens-Katzen | Auswahl Hilfsaktionen |
|
Copyright 2005 www.nordsternchens-katzen.de |