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Urlaubskatzen
aus Tunesien Katze - Französisch: Chat, Arabisch: Qitt |
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| Diese Touristen -
überall lauern die einem auf! Tunesien / Hammamet / Yasmin Foto: Rosi Krzeminicki |
Yamm Yamm - her
damit ich hab Vollpension gebucht! Tunesien / Hammamet / Yasmin Foto: Rosi Krzeminicki |
Ey wo kommst Du
gegangen? Mach isch grad Sprachkurs in Touristisch! Tunesien / Hammamet / Yasmin Foto: Rosi Krzeminicki |
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| Also ich weiß ja
nicht, was die Touris daran finden hier zu brutzeln wie ein Brathähnchen! Tunesien / Port el Kantaoui Foto: Rosi Krzeminicki |
Futtergast im Hotel Tunesien Foto: Johnnie Walkers Dosine http://www.johnnies-seiten.de/ |
Ne ne, auch wenn
ich leichtfüßig wie eine Elfe daher schreite, auf dem Seil tanz ich nicht! Tunesien / Port el Kantaoui Foto: Rosi Krzeminicki |
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| Ich
mag's halt im Rücken schön warm, möchte aber einen kühlen Kopf im Schatten
bewahren. Tunesien / Port el Kantaoui Foto: Rosi Krzeminicki |
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Nordsternchen und Blumi machen Urlaub in Tunesien, auf der Insel Djerba Nachts lieg ich nichts ahnend im Tiefschlaf im Hotelbett und schlummere vor mich hin, als ich von einem Gefühl zwischen Schmerz und Kitzeln an meinen Füßen wach werde. Auch wenn ich total überrascht war, wusste ich das Gefühl doch gleich zuzuordnen, da spielte doch tatsächlich ne Katze mit meinen Zappelfüßen (Restless Legs). Ich hab mich ganz ruhig verhalten und Richtung Fußende geschaut, ohne mich aber groß zu bewegen und dann sah ich erst zwei schwarz befellte Dreiecke und dann ein keckes Katzengesicht, was mich ansah. Natürlich hab ich versucht unseren Besuch zu locken, aber so weit ging ihm der Spaß dann wohl doch nicht, so gut kennen wir uns wohl noch nicht *lol*. Nein unser Besucher wollte einfach mal unsere Bude beschnuppern und uns beobachten, mehr nicht. Ich bin dann einfach liegen geblieben und hab stillschweigend beobachtet, eine Wohltat wenn man doch die eigenen beiden Daheimgelassenen ganz doll vermisst. So nach einer viertel Stunde war dann der Besuch vorbei, er oder sie nahm wieder den Ausgang über den Balkon (unser Zimmer lag im ersten Stock, aber mit vielen Holzspalieren). Ist ja wohl klar, was wir gleich am nächsten Tag machten, natürlich nach Trockenfutter Ausschau halten und dann wird dem Besucher mal etwas angeboten, schließlich will man ja ein guter Gastgeber sein *fg*. Mal sehen ob man mit Futter das Herz von Herr oder Frau Tunis oder Tunesia erobern kann. |
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| Am nächsten Tag tauchte unser nächtlicher Gast wieder auf, ganz selbstverständlich und sich mit lautem Mauzen anmeldend tauchte Tunis auf. Ja es war ein Kater, sein steil in die Luft ragender Schwanz ließ keinen Zweifel zu. Und wen hatte er denn da im Schlepptau? Hm, war es seine Schwester oder seine Freundin - keine Ahnung, aber die beiden schienen sich sehr zu mögen und waren alles andere als scheu. Natürlich wurden wir erstmal auf Schmusetauglichkeit getestet, aber wir waren ja schon bestens präpariert, auf dem Balkon stand ein Schälchen mit Katzenfutter und ein weiteres mit frischem Wasser und das in Verbindung mit viel kraulen und krabbeln - also besser konnten wir unsere Tauglichkeit den beiden ein kleines Verwöhnprogramm bieten zu können, nicht beweisen. | |||
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| Von da an, wurden wir nachmittags, nach unserem Strand- oder Poolprogramm schon erwartet, meist saß Tunis, der schwarze Kater auf dem Balkon und räkelte sich auf dem Stuhl auf dem wir Handtücher oder Badesachen zum Trocknen gehängt hatten. Er wollte dann erstmal geschmust werden, wobei er sämtliche Register zog. Übrigens eroberte er unser Zimmer genau so schnell wie unseren Balkon, was gar nicht so einfach war, denn von den Zimmermädchen wurden die Katzen in den Zimmern nicht geduldet, also musste Tunis vormittags, wenn die Zimmermädchen kamen auf Trallafitti gehen. Es schien ihm aber gar nichts auszumachen, ganz im Gegenteil, es erschien uns fast so, als wüsste er das er in den Hotelzimmern eigentlich nichts zu suchen hatte. | |||
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| Nach ein paar Tagen gingen Tunis und Tunesia bei uns ein und aus. Das angebotene Trockenfutter wurde regelrecht inhaliert, wobei die Tischmanieren doch sehr zu wünschen ließen, da wurde mit vollem Körpereinsatz alles aus der Schüssel gefegt und dann unter lautem Schmatzen gefuttert. Die beiden wussten nach drei Tagen genau, wo wir das Trockenfutter bunkerten und eines nachts versuchten sie sich sogar an der Tüte selbst zu bedienen *fg*. Vor allem Tunis hatte nur Blödsinn im Kopf, er war total verspiel! | |||
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| Die Nächte verbrachten die beiden äußerst komfortabel auf dem Sofa in unserem Zimmer, natürlich haben wir immer ein hoteleigenes Handtuch untergelegt *fg*! Ehe wir allerdings zum Schlafen kamen musste Tunesia sich einen ausgiebigen Putzflash gefallen lassen, wobei Tunis nicht immer besonders zärtlich vorging, da wurde Tunesia auch gerne mal in den Schwitzkasten genommen, aus dem es dann kaum ein Entkommen gab. Und bevor dann aber doch endlich kollektives Schlafen angesagt war, wurden auch wir noch mal ausgiebig beschmust. Tunis machte schon bald vor nichts halt, selbst ins Bad wurde man von dem schwarzen Kobold begleitet und mit der Ruhe war es dann auch vorbei, denn der kleine Kerl quasselte er wie ein Wasserfall. Besonders gern versuchte er an den großen Spiegeln im Bad Mücken zu fangen und so wie die Spiegel dann aussahen muss wohl jedes Zimmermädchen blind gewesen sein um nicht zu erahnen, das wir heimliche Untermieter hatten! | |||
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| Es waren zwei sehr schöne Urlaubswochen mit Tunis und Tunesia, da blieb es natürlich auch nicht aus, das wir uns Gedanken machten, was wird denn aus den beiden wenn wir abreisen. Aber wir konnten uns in den zwei Wochen auch an anderer Stelle davon überzeugen, das man den Katzen in der Hotelanlage sehr wohl gesonnen war, da gab es zum Beispiel noch die Katze die in einem der vielen Innengärten einen ganz besonderen Rundum-Service genoss. Es war eine, wohl schon ältere, schwarz-rote Katze, die nur noch ein Stummelschwänzchen hatte und sich sehr behäbig bewegte. Die Katze hatte wohl ein körperliches Handicap, aber sonst schien es ihr gut zu gehen und das lag zu einem großen Teil an den Gärtnern, die dort jeden Tag die Blumen wässerten, sich aber wohl nicht nur um die Pflanzen kümmerten. Es gab immer eine Schale mit frischem Wasser und auch Trockenfutter gab es. Es war wirklich beruhigend zu beobachten, das diese arme Katze dort so betüddelt wurde und vor allem beruhigte mich diese Szene auch im Gedanken an Tunis und Tunesia. | |||
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| Wir
wussten ja nun, das Tunis und Tunesia keinen Hunger leiden mussten, wenn wir
abreisen, aber trotzdem, wir hatten schon ein schlechtes Gewissen, hatten
sie bei uns doch wirklich das komplette Rundum-Sorglos-Paket. Aber komisch,
schon etwa drei Tage bevor sich unser Urlaub den Ende neigte wurden die
Besuche unserer beiden Freunde weniger. Wir vermuteten, das sie eine weitere
Nahrungs- und Schmusequelle aufgetan hatten, ob die Katzen dort ein Gefühl
für Zeit hatten und wussten die beiden vielleicht, das unsere gemeinsame
Zeit langsam zu Ende ging? Ich hatte die beiden dann tatsächlich gesehen,
wie sie ein paar Balkone weiter mit einer Dame flirteten und in der letzten
Nacht kamen die beiden nicht mal mehr zum Schlafen, was mich einerseits sehr
traurig machte, den Abschied allerdings um einiges vereinfachte.
An unserem Abreisetag traf ich zufällig in der
Lobby auf die Dame, die ich auf dem benachbarten Balkon mit Tunis und
Tunesia gesehen hatte und stellte erfreut fest, das es eine Deutsche war.
Natürlich sprach ich sie gleich auf unsere Schützlinge an und war so froh,
zu erfahren, das die beiden tatsächlich schon seit drei Tagen von der Dame
verköstigt wurden. Wir konnten beruhigt nach Hause fahren! |
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